Von der Bimmelbahn bis Beethoven

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Reife Interpretationen wie Jana Brauns Chopin-Etüde bis hin zum frischen Gesang des Kinderchores (Bild unten): Das Jahreskonzert war Spiegelbild der großen Unterrichts- und Ausbildungsvielfalt an der Sing- und Musikschule Waldkraiburg.

Waldkraiburg - Solisten und Ensembles zeigten beim Jahreskonzert der Sing- und Musikschule, was sie gelernt haben.

Sie vermittelten den Zuhörern im Haus der Kultur einen Eindruck von der Vielfalt und vom Ausbildungsniveau der städtischen Schule.

Der Kinderchor, geleitet von Agnes Burger, marschierte zum Lied von der Bimmelbahn und sang dann noch von der geschwätzigen Schwalbe und der Spinne in der Badewanne - kindgerecht und nicht altbacken. Die weiteren musikalischen Darbietungen, zwar Schülerleistungen, dafür aber reife Interpretationen von der Chopin-Etüde (Jana Braun) bis zum Csárdás von Monti - dieser am Cello (Sabine Libera), die Sonata f-moll von Telemann (Stephanie Rehbein/Altblockflöte) oder ein Posaunensolo, "Facetten" von K. P. Bruchmann, gespielt von Daniel Schmidhuber.

Neben weiteren Solisten am Klavier, an der Altblockflöte und an der Posaune lernte der Besucher drei Ensembles der Musikschule kennen; zuerst das Querflötenensemble der Klasse Ferenc Bene mit einem Mozart-Divertimento. Dann zwei Streichergruppen von etwa zehn Musikanten, die ein gemischtes Programm von Beethoven, Händel, Haydn und anderen zum Vortrag brachten.

Den Abschluss bildete der Auftritt des Jugendblasorchesters. Etwa zwölf Blechbläser, fünf Holzbläser bereiten eine beachtliche Klangfülle dank gutem individuellem Ton und sauberer Intonation. Sie boten jazziges und irisch-folkloristisches. Ein "Schmankerl" des Dirigenten Raimund Burger: Er ließ das Publikum nach seinem Dirigat Klatschen: laut, leise, präziser Schluss, anschwellend... So führte er dem Publikum vor, welche Konzentration das Zusammenspiel im Orchester bedingt.

Zur Standortbestimmung, die auch zu einem Jahreskonzert gehört, berichtete der Leiter, Franz Christmann, dass in diesem Schuljahr ein Zuwachs von 60 Schülern (also auf etwa 550) zu verzeichnen ist. Er beschreibt dies als Auswirkung des "Instrumentenkarusells", einem neuen Angebot der Musikschule in zwei Grundschulen.

Verschiedene Lehrer der Musikschule führen ihre Instrumente vor, erklären sie und lassen sie die Schüler ausprobieren. Christmanns Empfehlung: Nicht nur Geld für die elektronische Kommunikation der Jugendlichen ausgeben, sondern genausoviel für Instrument und Musikunterricht!

fng/Waldkraiburger Nachrichten

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