Keine weiteren Infektionen

Behörde zu Corona-Ausbruch in Waldkraiburger Seniorenheimen: Nach erster Impfung mildere Verläufe

20 von 75 Bewohnern und neun Mitarbeiter wurden im AWO-Seniorenheim in Waldkraiburg seit der Vorwoche positiv getestet.
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20 von 75 Bewohnern und neun Mitarbeiter wurden im AWO-Seniorenheim in Waldkraiburg seit der Vorwoche positiv getestet.

Auf das Ausbruchsgeschehen in zwei Seniorenheimen in Waldkraiburg und das Wohnheim für behinderte Menschen in Malseneck bei Kraiburg geht in dieser Woche ein Großteil der Corona-Infektionszahlen im Landkreis Mühldorf zurück. Seit Donnerstag seien aber keine weiteren Infektionen mehr hinzugekommen.

Waldkraiburg/Kraiburg – Das teilt das Landratsamt auf Anfrage mit. Eine Person, die infiziert war, sei verstorben. Ob die Infektion ursächlich dafür war, ist laut Behörde nicht zweifelsfrei zu bestimmen.


Niedrige Impfquoten bei Mitarbeitern

Im Seniorenheim Bayerischer Hof waren 13 der 70 Bewohner und sechs Mitarbeiter am Dienstag positiv getestet worden. Geschäftsführer Geisberger hatte in einer ersten Stellungnahme kritisiert, dass sich die Impfungen im Haus verzögert hatten. Am Mittwoch ist nun der 2. Impftermin angesetzt.


Infizierte Personen können dann allerdings nicht geimpft werden. Wie hoch die Impfquote bei den Senioren ist, konnte Geisberger nicht sagen. Bei den Mitarbeitern erreiche die Quote keine 20 Prozent. Das sei jedem Mitarbeiter überlassen. „Da gibt es keinen Druck von uns.“

Positiv getestete Personen müssen sechs Monate auf 2. Impfung warten

Im AWO-Seniorenzentrum, das nach Auskunft von Linda Quadflieg, Pressesprecherin beim Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt, bis mindestens Ende des Monats für Besucher geschlossen bleibt, waren zu den elf in der Vorwoche positiv getesteten Bewohnern und fünf Mitarbeiterinnen nach einem Reihentest am Dienstag neun weitere Bewohner und vier Mitarbeiter gekommen.

75 Senioren werden in der Einrichtung betreut. Die Impfquote unter den Mitarbeitern liege bei circa einem Drittel, so Quadflieg. 70 Prozent der Bewohner hatten an der ersten Impfung Mitte Januar teilgenommen. Die 2. Impfung folgte am vergangenen Samstag.

Positiv getestete Personen konnten nicht daran teilnehmen. Dies sei im Regelfall frühestens sechs Monate nach Genesung möglich, so das Gesundheitsamt. „Die Infizierten in den beiden Seniorenheimen hatten noch keinen vollständigen Impfschutz“, so die Behörde weit.

„Wir beobachten aber, dass bei einem Großteil der Infizierten mildere Verläufe zu verzeichnen sind, als es noch bei den Infektionen in Heimen vor dem Impfstart der Fall war.“

Malseneck: Neuer Reihentest

Weitgehend symptomfrei seien die Betroffenen, berichtet Robert Geisberger. Ähnlich äußert sich Claudia Singenstreu-Goldbach von der Barmherzige Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH, die die Einrichtung in Malseneck betreibt. Die ersten Bewohner können dort aus der Quarantäne entlassen werden.

Neun Bewohner und zwei Mitarbeiter waren in der Vorwoche positiv, am Dienstag dieser Woche kamen weitere sechs Bewohner und ein Mitarbeiter. Am Freitag war dort eine weitere Reihentestung. Vom Ergebnis hängt es ab, ob Bewohner des Nebenhauses, die bislang negativ waren, in der nächsten Woche wie geplant in das neue Haus in der Duxer Straße in Waldkraiburg umziehen können.

Ursprünglich sollten nur sieben Bewohner nach Waldkraiburg gehen, die anderen ins Schloss wechseln. Jetzt sollen – bei einem entsprechenden Testergebnis – alle 13 umziehen. „Wir wollen jedes Risiko vermeiden“, so Singenstreu-Goldbach.

Behindertenheim: Warten auf die Impfung

Während in der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder in Algasing bei Dorfen nach ihren Worten bereits geimpft wird, ist das in Malseneck noch nicht möglich. Die Pressestelle des Landratsamtes: Ein Termin steht noch nicht fest. Sobald Impfstoff zur Verfügung steht, kann geimpft werden.“

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