In Waldkraiburg geht es voran

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Das Wohn- und Pflegeheim St. Mechthild an der Siemensstraße soll bis September fertig sein. Fotos

Waldkraiburg - Mehrere Millionen Euro werden in diesem Jahr in Waldkraiburg investiert. Wie sich die zahlreichen Bauvorhaben entwickeln - ein ausführlicher Überblick:

Das Wetter der vergangenen Wochen und Monate sorgt dafür, dass nicht nur die Bürger in Urlaubsstimmung sind, sondern dass zahlreiche Bauvorhaben mit Hochdruck vorangetrieben werden können.

Drei Werke betreibt die Firma Netzsch bereits in Waldkraiburg. Doch in diesem Jahr werden noch einmal acht Millionen Euro investiert, um das Werk II an der Geretsrieder Straße um eine 4000 Quadratmeter große Halle für die Elastomertechnik und ein Technikum mit 1000 Quadratmetern zu erweitern. In der Halle sollen in Zukunft die Elastomerteile für die Tornado Drehkolbenpumpen hergestellt werden. Das Technikum wird praktisch der Think Tank, in dem das passende Umfeld für die Entwicklung neuer Produkte ist.

Mitte März war das Richtfest für das neue Wohn- und Pflegeheim St. Mechthild an der Siemensstraße. Das Haus "St. Mechthild" verfügt über 126 Pflegeplätze, aufgeteilt in 106 Ein-Zimmer-Appartements und zehn Zwei-Zimmer-Appartements. Höchster Pflegestandard und eine seniorengerechte Gestaltung der gesamten Anlage gewährleisten, dass die Bedürfnisse jedes Bewohners sowie seine Selbstbestimmung, Mobilität und Individualität gewahrt bleiben.

Die Kellerdecke für das Wohn- und Geschäftshaus an der Teplitzer Straße wird gerade betoniert.

Aktuell laufen die Innenausbauten wie Fliesen- und Malerarbeiten. Bauleiter Bernhard Kitzmann ist zuversichtlich, dass das Gebäude, wie geplant, zum September fertig sein wird. "Wir liegen im Zeitplan". Auch wenn der kalte Februar die Arbeiten etwas gebremst hat, habe man die Verzögerung schon wieder so gut wie aufgeholt. Mittlerweile ist das Gerüst abgebaut und die Tiefbauarbeiten haben begonnen. So werden die Gartenanlagen hergestellt, Parkplätze geschaffen und die Umfahrung angelegt.

Noch ist neben dem Gasthaus Zappe das Gebäude des ehemaligen Autohauses Weinberger zu sehen. Aber nicht mehr lange. "Der Bauantrag für den Bau eines Netto-Marktes ist bei der Stadt Waldkraiburg eingereicht", so Grundstückseigentümer Leonhard Weinberger. In den nächsten sechs Wochen soll mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude begonnen werden. Auch die Angebote für die einzelnen Gewerke des Bauprojektes sind eingeholt.

Deutlich in die Höhe gewachsen ist das Ärztehaus, das die WSGW in der Iglauer Straße gerade baut.

Sobald die Genehmigung vorliegt, werden die Arbeiten beginnen. Wenn alles abgeschlossen ist - Optimisten rechnen bis Ende des Jahres, Leonhard Weinberger glaubt, dass es Anfang 2013 werden wird - dann ist auf dem etwa 4300 Quadratmeter großen Grundstück ein Netto-Markt mit Backshop und Frischfleischabteilung entstanden, der etwa 1100 Quadratmeter groß ist. Dazu kommen noch 67 Stellplätze, so dass die Kunden bequem ihre Einkäufe erledigen und auf kurzem Weg ins Auto einladen können.

Mit dem Wohn- und Geschäftshaus an der Teplitzer Straße wird eine Baugrube geschlossen, die seit weit über einem Jahrzehnt klafft. Mittlerweile laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Derzeit wird gerade die Kellerdecke betoniert.

Bereits im Herbst 2010 lag der Stadt die Bauvoranfrage der Firma von Johann Köck aus Peterskirchen vor. Ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit verschiedene Gewerbeeinheiten, Läden, Gastronomie, Büros und Praxen und Wohnheinheiten soll hier entstehen. Einen erheblichen Teil des Gebäudes will der Investor selbst für sein Unternehmen SZU GmbH nutzen. Die Firma, die Gutachten und Schadensbewertungen aller Art im In- und Ausland erstellt, ist derzeit in der Hirschberger Straße ansässig.

Bis zum Jahresende soll das erste der drei Ärztehäuser fertig sein, die die WSGW baut. "Die Firmen arbeiten schnell und sauber, so dass wir im Zeitplan liegen, sagt Uwe Krämer, der Leiter Technik und Wohnungsverwaltung bei der Waldkraiburger Wohnbaugenossenschaft. Derzeit werde gerade am Rohbau gearbeitet. In der Iglauer Straße 14/16 wird die Erdgeschossdecke eingezogen, so dass die Arbeiten im ersten Stock weiter gehen können.

Auf der anderen Straßenseite sind die Bauarbeiter gerade mit der Keller- und Tiefgaragendecke beschäftigt. Bis Dezember soll das Gebäude in der Iglauer Straße fertig sein.

Rund 2,5 Millionen Euro wird bei der Firma Atoma-Multipond für ihre geplante Erweiterungs veranschlagt. In einem etwa 300 Quadratmeter großen dreigeschossigen Kopfbau sollen Lager und Reserveflächen für eine zukünftige Büro- und Produktionsnutzung geschaffen werden. In einer anschließenden etwa 1600 Quadratmeter großen Halle will das Unternehmen zur Vereinfachung von Betriebsabläufen ein neues Zentrallager einrichten. Auch eine Baugruppenmontage soll in dieses Gebäude ziehen.

Für etwa eine halbe Million Euro ist der Bau eines zweiten Technikums an das Verwaltungsgebäude geplant. In dieser 200 Quadratmeter großen und zwölf Meter hohen klimatisierten Halle werden Waagen unter Produktonsbedingungen getestet und erprobt.

Das Abwiegen von Tiefkühlware konnte bislang nicht über einen längeren Zeitraum unter Kältebedingungen getestet und Kunden vorgeführt werden. Dies soll sich mit dem Bau eines 60 Quadratmeter großen Tiefkühlraums ändern, der Langzeittests bei bis zu fünf Grad minus möglich macht.

Das Gelände an der Traunreuter Straße 2 bis 4 wurde bereits gerodet, die Ausschreibungen sind raus. In den kommenden Wochen werden die notwendigen Erdbewegungen durchgeführt, da im Juli die ersten Stahlbetonteile angeliefert werden, sagt Geschäftsführer Robert Krämer. Der Rohbau wird sicher in diesem Jahr noch stehen, der Innenausbau wird sich aber sicher ins nächste Jahr hineinziehen.

hsc/Waldkraiburger Nachrichten

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