Bald Feuerwehrmuseum mit 100 Autos?

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Etwa 20 historische Feuerwehrfahrzeuge, darunter auch ein alter Handspritzenwagen, sind hinter der Glasfront des alten Krone-Baumarktes zu sehen. Rund 100 sollen es werden, wenn das Museumskonzept fertig ist. Das Gebäude wird derzeit als Lager genutzt, um erst einmal alle Exponate zusammenzutragen.

Waldkraiburg - In Sachen Feuerwehrmuseum im Krone-Aldi-Areal hinter der Kaufhalle tut sich etwas. Im ehemaligen Krone-Baumarkt stehen schon etwa 20 historische Feuerwehrfahrzeuge.

Die Betreibergesellschaft ist derzeit in Gründung und die Stadt will ihr mit einer zweijährigen Anschubfinanzierung unter die Arme greifen.

Rund 100 historische Feuerwehrautos sollen in dem künftigen Feuerwehrmuseum zu sehen sein, wie Bürgermeister Siegfried Klika auf Anfrage erklärt. Derzeit werden die Fahrzeuge vom Verein "Historische Magirus Fahrzeugtechnik e. V." von verschiedenen Standorten Deutschlands, wo sie in kleinen Ausstellungen zu sehen sind, nach Waldkraiburg überführt, um eine "zentrale Schau" zu erstellen.

Der Verein, dessen Vorsitzender Friedrich-Volker Habenicht aus Traunreut ist, wurde im Jahr 1999 gegründet, um historische Magirus Feuerwehrfahrzeuge (HMF) zu erhalten. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Fahrzeuge und Gerätschaften als Kulturgüter zu pflegen. Auch die Bestückung soll rekonstruiert werden, ganz so wie die Fahrzeuge im Einsatzdienst tätig waren, ist auf der Homepage des Vereins zu erfahren. Auch, dass man versucht, für jedes Fahrzeug eine Dokumentation mit Daten und Bildern zu erstellen. Das soll nun im Feuerwehrmuseum verwirklicht werden.

Als Planungsscout fungiert Harald Stanko aus Prien, der momentan dabei ist, die Fahrzeuge mit Hilfe der Waldkraiburger Feuerwehr nach Waldkraiburg zu überführen. Außerdem hat er noch diverse Verhandlungen zu führen und teilt mit, dass derzeit eine Betreibergesellschaft in Gründung ist. Weitere Presseauskünfte wollte er noch nicht geben.

Die Stadt hat bisher abgewartet und sich eine Nutzungsänderung des Gebäudekomplexes vorbehalten, "um zu sehen, was daraus wird", so Klika. Wenn Stanko der Stadt das fertige Konzept sowie die noch fehlenden Informationen vorlegt, wird dieser Beschluss eine reine Formsache sein. "Wir werden dann zustimmen", so der Bürgermeister, der das Konzept "sehr schlüssig und sehr gut findet", etwa dass die Museumsbesucher in die Feuerwehrfahrzeuge reinklettern und diese auch von innen besichtigen können.

Unter den Exponaten sollen sich Gerätschaften aus dem 17. Jahrhundert befinden. Wenn Stanko seine Pläne umsetzen könne, so Klika, werde das eine "tolle Sache". Über die Höhe der Anschubfinanzierung wollte er nichts sagen, allerdings bewege sich die Entscheidung in einer Größenordnung, der er als Bürgermeister allein zustimmen könne.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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