Bäume weichen neuem Kreisverkehr

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Moderne Harvester fällen einen Waldstreifen entlang der Staatsstraße 2091, hier im Bereich Thannet-Parkplatz. An der Einmündung der Daimlerstraße in die Staatsstraße soll im nächsten Frühjahr ein Kreisverkehr gebaut werden.

Waldkraiburg - 20.000 bis 30.000 Quadratmeter Staatsforst werden derzeit in Richtung Ampfing gerodet. Im Frühjahr soll der Bau eines Kreisverkehrs beginnen.

Für den geplanten Kreisverkehr gibt es noch keinen Planfeststellungsbeschluss und kein Baurecht, wie Claus-Peter Olk, Bereichsleiter Straßenbau vom Straßenbauamt Rosenheim, auf Anfrage mitteilt.

Das Straßenbauamt hat die Strecke Richtung Ampfing bis zum Freitag gesperrt

"Wir sind am Grunderwerb dran und hoffen, dass keiner klagt gegen die Planfeststellung", so Olk. Der Bau des Kreisverkehrs soll wahrscheinlich im April 2012 beginnen und bis zum Dezember 2012 abgeschlossen sein - dann, wenn die A 94 zwischen Ampfing und Heldenstein für den Verkehr freigegeben wird. Die Kosten für den Kreisverkehr werden sich auf rund 4,5 Millionen Euro - inklusive Grunderwerb - belaufen. Ein Kreisverkehr an dieser Stelle, der Einmündung der Daimlerstraße in die Staatsstraße 2091, sei eine "sichere, leistungsfähige und passende Verknüpfung".

Auf der Strecke von und nach Ampfing werde oft sehr schnell gefahren, was sehr gefährlich werden könne. "Ein Kreisverkehr reduziert zum einen die Geschwindigkeit und zum anderen auch die Unfallschwere", so Olk.

Erst einmal aber muss gerodet werden, um Platz zu schaffen. Zuständig sind die Bayerischen Staatsforsten, genauer der Forstbetrieb Wasserburg. Derzeit sind im Bereich Thannet-Parkplatz Rodungsmaschinen am Werk. Forstbetriebsleiter Dr. Heinz Utschig spricht von einem schmalen Streifen entlang der Staatsstraße. Über eine Strecke von rund zwei Kilometern sei eine Breite von zehn bis 20 Metern betroffen.

"Wir minimieren den Waldverbrauch, so gut es geht", sagt Utschig. Dennoch: Es sind insgesamt 20000 bis 30000 Quadratmeter Bannwald, der weg muss. Moderne Harvester mit Greifarmen fällen die Bäume sicher. So werde verhindert, dass diese auf die Straße fallen und Schäden verursachen. Anschließend kommen Bagger und reißen die Wurzelstöcke heraus.

Für diese Arbeiten ist die Strecke von der Daimlerstraße bis Point eine Woche gesperrt. Laut Utschig werden die gefällten Bäume einer Verwertung zugeführt. Außerdem werde das Straßenbauaumt für einen ökologischen Ausgleich sorgen. Für den Flächenverlust müsse anderswo neu aufgeforstet werden. Den Faktor bestimme das Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Töging. "In der Regel ist es ein Eins-zu-eins-Ausgleich", erklärt Dr. Utschig.

Mühldorfer Anzeiger

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