"Mir kann nur noch ein guter Anwalt helfen"

Kraiburg - Vor dem Restaurant von Marc Vermetten wurde der mutmaßliche Doppelmörder von Groitzsch festgenommen. Zuvor hat er selbst die Polizei vom Hardt-Haus aus angerufen. 

"Ein Herr kam um ca. 19 Uhr zu uns ins Restaurant und hat gefragt, ob er telefonieren darf", berichtet Marc Vermetten, Inhaber des Kraiburger Restaurants "Hardt-Haus". Der Mann habe leicht verstört gewirkt, trotzdem ließ der Kraiburger ihn telefonieren. "Wir haben uns da schon gedacht, was mit ihm los ist. Nach seinem Telefonat ging er auf die Terasse, lief dort auf und ab und blieb dann stehen", so Vermetten weiter.

Der Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Doppelmörders und das Hardt-Haus:

Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters und Hardt-Haus Kraiburg

Ein Kollege habe den mutmaßlichen Doppelmörder schließlich gefragt, ob er ihm helfen könne. "Das Einzige, was mir noch helfen kann, ist ein guter Anwalt", so die Antwort des 40-Jährigen.

Nachdem der Mann nach einer halber Stunde immer noch auf der Terasse auf und ab lief, drückte Vermetten die Wahlwiederholung. "Er hat die Polizei angerufen. Wir haben überlegt, was wir tun sollen und haben dann selbst noch einmal die Polizei angerufen." Die Beamten hätten nach dem Autokennzeichen des mysteriösen Mannes gefragt, kurze Zeit später sei der Marktplatz komplett gesperrt und mit Polizeiautos gefüllt gewesen sein.  

Die Bilder der Festnahme:

Festnahme mutmaßlicher Mörder von Groitzsch

"Im Nachhinein haben wir uns ausgemalt, dass vielleicht noch Schlimmeres passieren hätte können. Es waren auch Kinder im Lokal und er soll ja eine Waffe bei sich getragen haben", meint Vermetten.

Zuvor habe der Restaurant-Inhaber noch Witze mit seinem Kollegen gemacht. "Als er den Spruch mit dem Anwalt gesagt hat, haben wir gescherzt, dass er bestimmt ein Mörder ist, der gesucht wird. Jetzt war es wirklich so."

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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