Aschau sagt Ja zur Fotovoltaik

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Aschau am Inn - Der Gemeinderat Aschau hat sich für die Fotovoltaik entschieden und zwar gleich an zwei Standorten: auf dem Dach des neuen Hochbehälters am Tödtenberg und neben dem Kieswerk Langrieger.

Allerdings war es keine einstimmige Entscheidung.Aschau - Für den Standort Tödtenberg stimmten alle Gemeinderäte. Dort soll eine Solaranlage auf dem Dach des neuen Hochbehälters errichtet werden. Die Freiflächenfotovoltaikanlage neben dem Kieswerk Langrieger hat nicht durch die Bank Anhänger. Um das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten, den Planentwurf zu billigen und einen Bebauungsplan aufzustellen, reichten die Stimmen aber allemal.

Zur Situation am Tödtenberg: Das Gebäude rund um den neuen Hochbehälter sollte bis zum 30 November stehen, dann könnte gleich eine Dachanlage installiert werden. Das Gremium diskutierte, wer das bewerkstelligen könnte. Dass es gemacht wird, steht außer Frage, da war man sich einig. Günther Manz sagte: " Es wäre fast eine Sünde, wenn man so eine exponierte Lage nicht nutzen würde. Die Gesellschaft vom Bürgersolarkraftwerk wäre dabei." Die Anlage könnte heuer noch installiert werden. Michael Niedersüß schlug vor, die Dachfläche doch zu vermieten, dann habe die Gemeinde keinen Aufwand, keine Unkosten und kein Risiko aber eine feste Mieteinnahme.

Max Balhuber schlug vor, die Gemeinde solle abklären, was bei der Miete der Dachfläche ortsüblich ist. Daraufhin fragte Hans Wax, ob die Dachkonstruktion die Solaranlage statisch überhaupt aushalten würde. Da erinnerte ihn Bürgermeister Alois Salzeder, dass dies schon bei Beschluss über die Bauweise des Gebäudes mitberücksichtigt wurde. Manz erklärte noch, dass sich die Anlage in der Regel innerhalb von acht Jahren abzahle. Insgesamt seien die Anlagen teilweise 25 Prozent billiger geworden und die Vergütung um acht Prozent gefallen. Über die Vergabe wird noch entschieden.

Bei der Freiflächenfotovoltaikanlage neben dem Kieswerk Langrieger von einer Gesamtgröße von 1,13 Hektar war man sich nicht so einig, allerdings wurde der Beschluss für das grunsätzliche Ja schon mit knapper Mehrheit in der letzten Sitzung gefällt. Jetzt ging es im Gemeinderat unter anderem um die Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplanes. Salzeder sagte, die Antragsteller, Firma Hutter, wollen im Oktober zu bauen beginnen, daher eile es. Geschäftsleiter Hans Völzke erklärte, man müsse das Kiesabbaugebiet und das Sondergebiet "Fotovoltaik" in den Flächennutzungsplan aufnehmen. Für die Gemeinde entstünden dadurch keine Planungskosten, denn die Pläne werden vom Antragsteller in Auftrag gegeben und bezahlt. Lediglich Arbeitsstunden der Verwaltung fallen an.

So beschloss das Gremium jeweils mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wegen Beteiligung die dritte Änderung des Flächennutzungsplanes, die Billigung des entsprechenden Planentwurfs, die Aufstellung des Bebauungsplanes "Fotovoltaikanlage" und die Billigung des entsprechenden Planentwurfs. In der nichtöffentlichen Sitzung hatten die Gemeinderäte mit Hutter noch eine Regelung zu treffen, einen sogenannten "Durchführungsvertrag". Darin geht es darum, was passiert, wenn Hutter pleite ginge und auch um die Gewährleistung die Solarmodule in 20 Jahren wieder abzubauen und zu entsorgen. Aber auch, dass die Grünanlagen und die Flächen unter den Modulen gepflegt werden.

kla/Mühldorfer Anzeiger 

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