Aschau ist und bleibt schuldenfrei

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Aschau - Gute Nachrichten für den Aschauer Haushalt: Nicht nur, dass auch in nächster Zeit nicht mit neuen Schulden zu rechnen ist, es gab sogar eine Erhöhung des Gesamtvolumens.

Der Haushalt der Gemeinde Aschau für das Haushaltsjahr 2012 schließt mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 9.098.000 Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um 342.200 Euro, also um 3,91 Prozent. Der Gemeinderat beschäftigte sich damit in seiner Sitzung.

Aschau ist und bleibt schuldenfrei. "In den nächsten Jahren sind auch keine Schulden zu erwarten", sagte Geschäftsleiter Hans Krämer in der Gemeinderatssitzung.

Er stellte den Haushaltsplan vor, den das Gremium als Satzung beschloss.

Das Haushaltsvolumen besteht aus dem Verwaltungshaushalt, der mit 6,191 Millionen Euro schließt und dem Vermögenshaushalt, der mit 2,907 Millionen Euro schließt. Im Vorjahr waren es 5.437.765 Euro im Verwaltungshaushalt und 3.518.115 Euro im Verwaltunghaushalt.

Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind heuer wieder stark von der Kreisumlage geprägt; diese trifft die Gemeinden antizyklisch. Für 2012 liegt sie bei 1,744 Millionen Euro, das sind rund 624.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Der Vermögenshaushalt war im Kalenderjahr 2011 im Wesentlichen bestimmt von den hohen Ansätzen für die Zuweisung zum Neubau der Kreisstraße MÜ 25 (1,2 Millionen Euro) und der Kinderkrippe (830.000 Euro) sowie vom Ansatz für Grunderwerb für Bauland (400.000 Euro).

Krämer erklärte, aufgrund der Übernahme von Haushaltsresten in Höhe von 5.293.257 Euro zur Restfinanzierung dieser Ausgaben und auch geringerer Neuinvestitionen, komme es zu einer weiteren Verringerung des Haushaltvolumens im Vermögenshaushalt. Zusammen mit den übernommenen Haushaltsausgaberesten von rund 5,3 Millionen Euro stehen aber trotzdem immer noch insgesamt rund acht Millionen Euro für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen im Vermögenshaushalt zur Verfügung, so der Geschäftsleiter.

Der Verwaltungshaushalt lebt vor allem von der Gewerbesteuer (zwei Millionen Euro), dem Einkommenssteueranteil (1,135 Millionen Euro), Grundsteuer A und B mit 327.760 Euro, Benutzungsgebühren (446.000 Euro) und Zuweisungen (320.000 Euro) und etwa dem Umsatzsteueranteil von 292000 Euro.

Beim Ansatz der Gewerbesteuer handle es sich laut Krämer um eine vorsichtige Schätzung. 2011 lag das Ergebnis bei etwas mehr als 1,5 Millionen Euro.

Es gibt für die Gemeinde wegen der guten Steuerkraft im Jahr 2010 wieder keine Schlüsselzuweisung.

Bei den Ausgaben schlägt natürlich die Kreisumlage mit rund 1,7 Millionen Euro zu Buche; sie orientiert sich an der Steuerkraft des Vorjahres. Außerdem gibt es Personalausgaben mit 1,133 Millionen Euro, sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit 1,666 Millionen Euro - bedingt etwa durch die Sanierung von Gemeindestraßen.

Die Gewerbesteuerumlage macht 469.000 Euro aus und Zuweisungen 425.000 Euro. Vom Vermögenshaushalt werden 272.700 Euro zugeführt, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen. Die allgemeinen Rücklagen werden zum 31. Dezember 2012 bei 3.148.575,72 Euro liegen. Der Investitionsplan wird gesondert erläutert (siehe unten stehenden Bericht).

Die Gemeinderäte stellten zu einzelnen Punkten Fragen. Etwa Harald Rösler, der wissen wollte, warum bei den Ausgaben im Abschnitt Öffentliche Sicherheit und Ordnung 2500 Euro für Obdachlosenunterbringung veranschlagt sind. Geschäftsleiter Hans Krämer erklärte, es könne sehr teuer für die Gemeinde werden, wenn Bürger zwangsgeräumt und auf die Straße gesetzt werden.

"Wir müssen die Personen dann einstweilen unterbringen und die Anmietung eines Containers wird sehr schnell sehr teuer", so Krämer.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

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