Gemeinde Aschau am Inn sucht seit längerem Verwendung

Was wird eigentlich aus dem Gasthof Pichlmeier?

Der ehemalige Gasthof Pichlmeier in Aschau am Inn. Bürgermeister Christian Weyrich (rechts) berichtet, das Gebäude werde Teil eines Ortsentwicklungskonzepts für Aschau am Inn.
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Der ehemalige Gasthof Pichlmeier in Aschau am Inn. Bürgermeister Christian Weyrich (rechts) berichtet, das Gebäude werde Teil eines Ortsentwicklungskonzepts für Aschau am Inn.

Aschau am Inn - Für eine Weile war es still geworden um den leerstehenden Gasthof Pichlmeier. Wir haben uns erkundigt, was es aktuell für Pläne gibt:

„Das Gasthaus wird Teil des Ortsentwicklungskonzepts für Aschau am Inn“, berichtet Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) gegenüber innsalzach24.de. Mit der öffentlichen Beschäftigung damit würde es voraussichtlich im Januar 2021 losgehen. „Bis dahin haben wir noch einige Hausaufgaben zu erledigen, was die Erhebung von Daten und die Erfassung des derzeitigen Stands der Dinge betrifft“, erläutert Weyrich. „Dann wird es natürlich auch eine Bürgerbeteiligung geben.“


Zukunft des Gasthaus Pichlmeier beschäftigt Gemeinderat von Aschau am Inn schon längere Zeit

Ein Ortsentwicklungskonzept (OEK) wird aufgestellt, um eine Reihe anstehender Projekte der Entwicklung einer Gemeinde auf einander abgestimmt zu planen. Es gibt dann den Rahmen für die langfristige Ausrichtung vor und setzt Prioritäten für die nächsten Jahre. Daneben dient es auch als eine Voraussetzung für die Förderung von Einzelprojekten mit staatlichen Mitteln.


Der Standort des ehemaligen Gasthaus Pichlmeier in Aschau am Inn.

Die Zukunft des ehemaligen Gasthofs Pichlmeier treibt die Gemeinde Aschau am Inn schon eine Weile um. Im Januar 2019 diskutierte der Gemeinderat ausführlich, wie die Zukunft der von der Gemeinde erworbenen Immobilie ausschauen soll. Neben einer Nutzung als Heimatmuseum oder zur Schaffung von Wohnraum wurde auch die Wiederaufnahme einer Gastwirtschaft diskutiert. 

Das Gremium sprach sich dann jedoch mehrheitlich, mit drei Gegenstimmen, dagegen aus. Stattdessen sollte ein Projektausschuss die Möglichkeit der Schaffung von Wohnraum prüfen. Heutige Anforderungen an Lärmschutz und die Schaffung von Stellplätzen könnten nicht erfüllt werden. Zudem gäbe es keine ausreichende Nachfrage mehr und es sei auch eigentlich schon ein ausreichendes Angebot vorhanden. 

Entscheidung sollte neuer Gemeinderat übernehmen

Im November 2019 fiel dann der Entschluss, dass der dann noch amtierende Gemeinderat das Thema nicht mehr weiter behandeln würde. Die weitere Beschäftigung damit und Entscheidungen darüber sollten dem im März 2020 neu gewählten Rat überlassen werden.

„Es macht einfach wenig Sinn, da jetzt noch Dinge zu beschließen, bei denen der neue Rat dann vielleicht ganz anderer Ansicht wäre", berichtete Aschaus damaliger Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) im Gespräch mit innsalzach24.de. Die Arbeit des Projektteams ging trotzdem noch weiter.

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