Verkehrssicherheit

Für Fußgänger und Radfahrer: Bündnis Aschau schlägt im Gemeinderat acht Maßnahmen vor

Ein Übergang an der Hauptstraße auf Höhe des Supermarkts ist einer der Punkte, der sich bei einer Abstimmung im Gemeinderat für mehr Verkehrssicherheit herauskristallisiert hat.
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Ein Übergang an der Hauptstraße auf Höhe des Supermarkts ist einer der Punkte, der sich bei einer Abstimmung im Gemeinderat für mehr Verkehrssicherheit herauskristallisiert hat.

Geschwindigkeitsanzeigen, Querungshilfen oder verlängerte Geh- und Radwege: Für eine verbesserte Verkehrssicherheit bieten sich viele Maßnahmen an. Das Bündnis Aschau hat acht Maßnahmen vorgeschlagen, damit Fußgänger und Radfahrer künftig sicherer in Aschau unterwegs sein können.

Aschau – Der Wunsch nach mehr Verkehrssicherheit ist bei vielen Bürgern da. Nur lässt er sich nicht immer umsetzen. Der Gemeinderat hatte im Oktober einen Beitritt zum Zweckverband für kommunale Verkehrsüberwachung abgelehnt, stattdessen soll die Gemeinde auf präventive Maßnahmen setzen. Vorschläge für acht vorbeugende Maßnahmen machte nun die Fraktion vom Bündnis Aschau in einem Antrag.


„Köpfe einschalten“ – das gilt für Thomas Duxner (Bündnis Aschau), der in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Ideen der Fraktion vorstellte. Denn auch wenn übergeordnete Behörden sich eher ablehnend gegenüber bestimmten Maßnahmen äußern würden, bliebe dennoch Gestaltungsspielräume.

Acht Schwerpunkte in der Gemeinde


Als Beispiel nannte er, dass die Polizei Zebrastreifen oft ablehnen würde, gleichzeitig werde in Schulbroschüren aber genau beschrieben, wie ein solcher zu nutzen sei. „Der Verkehr durch Aschau ist zwar weniger geworden, aber damit auch schneller. Was will man: Verkehrssicherheit oder sicheren Verkehr“, sagte Duxner.

Acht Themen-Schwerpunkte nannte er, mit denen sich die Verkehrssicherheit verbessern lassen würde: stationäre Geschwindigkeitsanzeigen an den Ortseingängen, mobile Geschwindigkeitsanzeigen, die an verschiedenen Orten im Gemeindebereich eingesetzt werden können, Schulweghelfer, eine Querungshilfe an der Hauptstraße auf Höhe des Supermarkts, ein Hinweisschild (gefährlicher Übergang) und Spiegel für Fußgänger beim Durchgang Friedhof-Hauptstraße, Ausweisung des Gehwegstücks zwischen Thann und Aschau/Dorf als Geh- und Radweg, Radwegmarkierungen auf dem Straßenteilstück Thann, Radwegmarkierungen auf der Hauptstraße im Ortskern als sichere Übergangsgestaltung zwischen den Radweg-Enden beim Supermarkt und auf Höhe Sportplatzeinfahrt.

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Thomas Duxner machte gleich deutlich: „Es geht nicht darum, möglichst viele Punkte durchzubringen.“ Viel wichtiger war ihm, für einige Punkte einen Konsens zu schaffen. Ziel soll es sein, dass sich die Gemeinde Gedanken um eine mögliche Umsetzung machen soll. „Die Themen mit den meisten Punkten sollen weiterverfolgt werden.“ In einer schriftlichen Abstimmung konnten alle Gemeinderäte die einzelnen Punkte priorisieren.

„Die Punkte sind in weiten Teilen bekannt“, erklärte Bürgermeister Christian Weyrich (CSU). Markierungen allein würden nicht weiterhelfen. Ein Thema strich Barbara Bischoff (AWG) für sich gleich: „Der Übergang beim Friedhof ist ein Privatweg, wo auch keiner gehen sollte.“ Außerdem gebe es nur ein paar Meter weiter eine Querungshilfe.

Gefühl statistisch belegen können

Andreas Kölbl (AWG) begrüßte die Idee von Geschwindigkeitsanzeigen, brachte aber noch ein Statistik-Gerät ins Spiel: „Wo wird denn tatsächlich zu schnell gefahren? Damit lässt sich ein Gefühl auch statistisch belegen.“ Markierungen für mehr Sicherheit in Thann – Klemens Schneider (AWG) glaubte nicht, dass dies zielführend ist.

Zuspruch gab es von Thomas Wintersteiger (CSU) für Schulweghelfer. „Das ist ein guter Ansatz, den sollte man anstoßen.“ Auch Barbara Bischoff unterstützt die Idee, hält die Schulweghelfer aber an anderer Stelle für geeigneter. „An der Ampel funktioniert es.“

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Aber Wintersteiger bleibt auch skeptisch: „Es gibt keine Unfallschwerpunkte, deshalb ist wohl vieles nur schwer umsetzbar.“ Auf eine Querungshilfe auf Höhe des Supermarkts hoff Alexandra Kutschera (Bündnis Aschau). „In Ampfing gibt es auch eine Drücker-Ampel am Supermarkt. Wenn es in Ampfing funktioniert, warum dann nicht in Aschau. Damit wir alle Leute über die Straße bekommen.“

Bei der Abstimmung kristallisierten sich drei Punkte heraus, wie am Ende Thomas Duxner bekannt gab: eine Querungshilfe an der Hauptstraße, Schulweghelfer und mobile Geschwindigkeitsanzeigen an den Ortseingängen. Zu diesen Punkten will man nun klären, was sich wie umsetzen lässt. Im Hinblick auf die Schulweghelfer will Thomas Duxner, der auch Jugendreferent ist, das Gespräch mit der Schule suchen. Denn wie er in der Sitzung erklärte, seien Schulweghelfer Sache der Schule in Absprache mit dem Elternbeirat. Mit dem Vorgehen waren alle Gemeinderäte einverstanden.

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