Neuer Aschauer Bürgermeister Weyrich nach Stichwahl im Interview

"Aufgabe der Gemeinde wird sein, zu helfen wo es geht!"

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Christian Weyrich zieht nun zum ersten Mai in das Aschauer Rathaus ein.

Aschau am Inn - Christian Weyrich (CSU) siegte mit 51,9 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl am Sonntag. Mit 48,1 Prozent zogThomas Duxner (Bündnis Aschau) den Kürzeren. Im Interview mit innsalzach24.de zieht er ein Fazit der Wahl und spricht darüber, wie es nun weitergeht.

innsalzach24.de: Herr Weyrich, wie laufen die Vorbereitungen auf die Amtsübergabe am 1. Mai?


Weyrich: Ich habe schon erste Telefonate mit meinem Vorgänger, Herrn Salzeder, den Behörden- und Abteilungsleitern der Verwaltung sowie den Gemeinderatsfraktionen. Das muss natürlich jetzt alles via Telefon oder per Videotelefonat laufen. Das läuft alles reibungslos, aber man kennt sich ja auch schon allerseits.

innsalzach24.de: Bürgermeister ist ein Vollzeit-Job, wie schaut es da dann mit ihrem Beruf bei der Bundespolizei aus?


Weyrich: Das ist gar kein Problem. Ich melde mich dort mit der Bestätigung meiner Wahl ab. Das Beamtenverhältnis wird eingefroren. Sollte es zu keiner weiteren Amtszeit kommen, kann ich dann aber auch wieder auf meinen alten Posten zurück.

innsalzach24.de: Wie werten Sie das Wahlergebnis?

Weyrich: Die Aschauerinnen und Aschauer hatten die Wahl zwischen zwei guten Kandidaten. Ich bin sehr dankbar, dass sie sich dabei für mich entschieden haben. Im Übrigen hätte ich das nie ohne die Unterstützung meiner Frau und meiner Familie geschafft. Ihnen und allen Unterstützern und Wählern gebührt mein ausdrücklicher Dank! Nun freue ich mich schon auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bündnis Aschau und Herrn Duxner. Wir müssen nun in diesen schwierigen Zeiten gemeinsam das Beste für Aschau erreichen. 

innsalzach24.de: Was werden Sie nach dem Amtsantritt als erstes anpacken?

Weyrich: Da geht es mir sicher so wie allen Amtskollegen derzeit: Als erstes einmal gilt es den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gemeinde und ihre Bürger zu begegnen. 

innsalzach24.de: Welche Auswirkungen erwarten Sie auf die Gemeinde?

Weyrich: Wir haben hier starke Industrie und Gewerbe. Da kommen viele Einnahmen her und auch unsere Infrastruktur ist darauf aufgebaut. Aber auch die lokale Gastronomie, Handwerk und Einzelhandel werden das zu spüren bekommen. Die Aufgabe der Gemeinde wird sein, zu helfen wo es geht.

innsalzach24.de: Was ist mit dem Bürger- und Ratsbegehren zum Gewerbegebiet Thann?

Weyrich: Das muss nun in den nächsten Monaten abgehalten werden. Vorerst ist das aber natürlich noch in der Verantwortung von Herrn Salzeder und dem "alten" Gemeinderat. Die Zulässigkeit wurde ja auch bereits festgestellt. Am heutigen Dienstag wird ja in einer Sondersitzung dann noch von ihnen der Termin und die Stichfrage festgelegt.

innsalzach24.de: Wie schaut es mit den Plänen aus, die Sie im Interview vor der Wahl vorgestellt hatten?

Weyrich: Die muss man nun unter den Vorzeichen der aktuellen Situation sehen. Es geht nicht nur um höher, schneller, weiter sondern eine nachhaltige Planung. 

hs

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