CSU-Bürgermeisterkandidat Christian Weyrich im Interview

"Es wundert mich, wie Herr Duxner solche Aussagen treffen kann!"

+

Aschau am Inn - Im Interview mit innsalzach24.de berichtet CSU-Bürgermeisterkandidat Christian Weyrich über seine Motivation und Pläne bei der Kommunalwahl 2020.

Erst im November 2018 war Weyrich für Siegfried Oswald als Mitglied der CSU-Fraktion in den Gemeinderat nachgerückt. Nun ist er Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl 2020. "Ich stand ja bereits bei der Gemeinderatswahl 2014 zur Wahl. Damals hat es leider nicht direkt geklappt. Nun bekam ich als Nachrücker eine große Chance", berichtet er gegenüber innsalzach24.de. 


Normalerweise wäre der Nachrücker für Oswald diejenige Person gewesen, welche auf der CSU-Liste, bei der Kommunalwahl 2014 die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte. Dies wäre Gabriele Reiter gewesen. Sie teilte jedoch der Gemeinde bereits im Vorfeld mit, dass sie aus beruflichen und persönlichen Gründen die Übernahme des Amtes ablehne. So kam Weyrich ins Spiel.

"Durch meine bisherige Zeit im Gemeinderat konnte ich einiges an Einblicken und Kenntnissen erlangen. Ich kenne die Arbeit und Herausforderungen eines Bürgermeisters und traue mir das zu", erklärt Weyrich.


Aussage Duxners kritikwürdig

Neben Weyrich kandidieren noch für die AWG Andreas Kölbl und für das Bündnis Aschau Thomas Duxner. "Wir sind drei unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen", bemerkt er zunächst über seine beiden Mitbewerber. "Ich kann den Aschauern grundsätzlich nur empfehlen uns kennen zu lernen und dann ihre Entscheidung zu treffen, wer von uns der nächste Bürgermeister der Gemeinde sein soll." 

Bündnis Aschau-Bürgermeister-Kandidat Thomas Duxner hatte im Interview mit innsalzach24.de die Arbeit der Aschauer CSU im Gemeinderat kritisiert.

Eine Aussage von Bündnis Aschau-Bürgermeister-Kandidat Thomas Duxner wolle er dann aber doch kommentieren. "Die CSU finden wir nicht sehr innovativ. Da hat man in vergangene Gemeinderatssitzungen kaum neue Impulse bemerken können!", erklärte dieser im Interview mit innsalzach24.de Mitte Januar. 

"Es wundert mich, wie Herr Duxner solche Aussagen treffen kann! Das man sich in ein paar Gemeinderatssitzungen setzt und dann davon Rückschlüsse auf die Innovationsfähigkeit ist zu kurz gegriffen", kommentiert Weyrich die Aussagen Duxners. "Viel der Vorberatung und Diskussion findet ja beispielsweise schon zuvor im nichtöffentlichen Teil der Sitzung statt. Stattdessen sollte man viel mehr mit den Leuten reden und sich mit ihnen auseinandersetzen."

"Wie Generationenwechsel eines Familienunternehmens"

Die Arbeit des scheidenden Amtsinhabers Alois Salzeder (AWG) wolle er nicht kritisieren. "Ich sehe diese Wahl in Bezug auf Aschau ein bisschen wie den Generationenwechsel bei einem Familienunternehmen", erklärt Weyrich. "Die Vorgängergeneration hat, auf ihre Weise, zu ihrer Zeit immer das Beste gemacht. Jetzt steht es an, das Unternehmen zu übergeben und weiterzuführen."

"Um bei dem Bild der Übergabe eines Familienunternehmens zu bleiben: Da muss man sich dann ja auch überlegen, ob man das unbedingt dem eigenen Sohn weitergeben sollte oder vielleicht stattdessen dem Schwiegersohn", bemerkt er mit einem Augenzwinkern. Er werde sicher nicht wie Salzeder weitermachen. "Es würde auch keinen radikalen Neuanfang geben, sondern ein Weiter mit Maß und Mitte."

Nachhaltigkeit als Leitlinie

Seine übergeordnete Leitlinie sei die Nachhaltigkeit. "Ein Dreiklang aus sozialer, ökologischer und ökonomischer Verantwortung", erläutert Weyrich. "Wir müssen alles was wir tun unter diesen Aspekten betrachten und mit einander, fraktionsübergreifend und immer in Hinblick auf unsere Ressourcen das vernünftig machen." 

Sein Anliegen sei, wenn die "Hausaufgaben" erledigt seien, auf CO2-Neutralität hinzuarbeiten. "Das würde umfassen, den Anteil der regenerativen Energien zu erhöhen, mit dem Ziel, autark zu werden, in die Richtung eines Bioenergiedorfs. Auch das Gewerbegebiet sollten wir möglichst nachhaltig gestalten, mehr Ökologie, weniger Flächenversiegelung."Eine Idee dafür sei eine Art Gründerzentrum für Aschau. "So etwas statt klassischem Gewerbe, mit großer Halle und vielen Parkplätzen!"

hs

Kommentare