Obinger Schulleiter will in Aschau am Inn Bürgermeister werden

"Braucht wieder vernünftige Gesprächskultur im Gemeinderat!"

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Der Obinger Schulleiter Thomas Duxner will in Aschau am Inn im Landkreis Mühldorf Bürgermeister werden.
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Aschau am Inn - Im Interview mit innsalzach24.de berichtet Bündnis Aschau-Bürgermeister-Kandidat Thomas Duxner über seine Motivation und Pläne bei der Kommunalwahl 2020.

"Dafür, dass ich mich zu meiner Kandidatur entschieden habe und das Bündnis Aschau gegründet wurde, gibt es eine Reihe von Gründen", berichtet Bündnis Aschau-Bürgermeisterkandidat Thomas Duxner im Gespräch mit innsalzach24.de. "Es fing damit an, dass es erstmal so aussah, als würde es nur einen Kandidaten geben. Da wollten wir mehr Auswahl bieten. Dann war es so, dass wir mit dem derzeitigen Kurs in Aschau nicht zufrieden sind", erzählt er weiter. "Da ist zu viel Stagnation, keine neuen Ideen!" Das es durchaus Unzufriedenheit gibt, sieht man ja auch an den inzwischen drei Bürgerbegehren zu Klughamer Unterführung, Freibad-Neubau und aktuell dem Gewerbegebiet."

Duxner: Herkunft sollte nicht ausschlaggebend sein

"Einige Aschauer haben sich also dann in einer Gruppe zusammengefunden, um sich zur Kommunalwahl und was wir uns von Kandidaten wünschen würden, zu beraten." In den bestehenden Parteien vor Ort, die Listen zur Kommunalwahl aufstellen, habe man sich aber nicht wiedergefunden. "Die AWG, das hat Herr Kölbl ja kürzlich gesagt, will den bisherigen Kurs fortsetzen. Auch die CSU finden wir nicht sehr innovativ. Da hat man in vergangene Gemeinderatssitzungen kaum neue Impulse bemerken können!" So sei es zur Gründung des Bündnis Aschau gekommen. "Wir haben 14 neue Köpfe, die kompetent und motiviert das Original für den Neuanfang der Ortsentwicklung sind."

Duxner stammt aus Waldkraiburg, lebt seit sechs Jahren in der Gemeinde. "Das ist ein sehr schöner Ort mit guter Lage. Daher habe ich mich auch sofort in den örtlichen Vereinen eingebracht, organisiere den Christkindlmarkt mit", berichtet er. "Herr Kölbl hat ja gemeint, ihn zeichne es aus, hier aufgewachsen zu sein. Ich finde nicht, dass das ausschlaggebend für einen Bürgermeister sein sollte. Kompetenz sollte wichtiger als die Herkunft sein. Was ist denn mit all den Zugezogenen hier? Sollen die alle von politischen Führungspositionen ausgeschlossen sein?"

"Wieder vernünftige Gesprächskultur im Gemeinderat"

Duxner leitet seit 2017 die Mittelschule in Obing im Landkreis Traunstein. Zuvor war er von 2003 bis 2012 Mittelschullehrer in Waldkraiburg und Ampfing. Dann war er fünf Jahre im Bayerischen Kultusministerium in den Bereichen Pädagogik der Mittelschule, Berufsorientierung und Lehrplanentwicklung eingesetzt. "In meiner bisherigen Tätigkeit als Schulleiter konnte ich schon allerhand Erfahrungen sammeln, die auch für eine Tätigkeit als Bürgermeister wichtig sind. Beispielsweise das Aufstellen und Abstimmen von Haushalten oder die Beantragung von staatlichen Mitteln", berichtet er. "Zwar habe ich noch keine Erfahrungen als gewählter Vertreter in Gremien, konnte aber in meiner Zeit im Ministerium auch des öfteren an Gremiumssitzungen und Arbeitstagungen teilnehmen."

Das Bündnis Aschau werde am Montag der nächsten Woche noch einmal ausführlich seine Pläne und Ziele vorstellen. "Unter anderem muss beim Bildungsangebot nachgebessert werden. Gerade bei der Ganztagsbetreuung ist hier, was Räumlichkeiten und Ausstattung betrifft, noch was zu tun."  Auch bei der Jugendsozialarbeit gebe es Nachbesserungsbedarf. Er sei optimistisch, als Bürgermeister dann auch ohne Stimmenmehrheit im Gemeinderat seine Ziele durchsetzen zu können."Es braucht wieder vernünftige Gesprächskultur im Gemeinderat! Nach dem Wahlkampf will ich dann zielorientiert mit den Gemeindats-Fraktionen zusammenarbeiten." 

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