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Wohnungsbau soll grüner werden

Klima schützen und Geld sparen: Gemeinde Aschau bietet Zuschuss für nachhaltiges Bauen

Seit Längerem bietet die Gemeinde Aschau wieder Baugrundstücke an. Um Anreize für nachhaltiges Bauen zu schaffen, unterstützt die Gemeinde bestimmte Maßnahmen finanziell.
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Seit Längerem bietet die Gemeinde Aschau wieder Baugrundstücke an. Um Anreize für nachhaltiges Bauen zu schaffen, unterstützt die Gemeinde bestimmte Maßnahmen finanziell.

Nach knapp zwei Jahren weist die Gemeinde Aschau wieder neue Baugrundstücke aus. Wer den Zuschlag erhält, kann sich gegebenenfalls doppelt freuen: Denn wer beim Bau seines Eigenheims auf Nachhaltigkeit setzt, wird von der Gemeinde finanziell unterstützt.

Aschau am Inn – Was man als Bauherr leisten muss und wie die Gemeinde unterstützt, darüber hat der Gemeinderat entschieden.

Der Wohnungsbau in Aschau soll grüner werden. Das hatte Bürgermeister Christian Weyrich bereits in der Dezembersitzung deutlich gemacht. Nun diskutierte der Gemeinderat Aschau rege über Richtlinien für Zuschüsse ihrer Baugrundstücke. Familien sowie nachhaltige Bauweisen und Energielösungen will die Gemeinde fördern. So ist geplant, Familien beim Kauf für jedes erste und zweite Kind mit 15 Euro pro Quadratmeter Baugrund zu bezuschussen, jedes weitere mit 10 Euro. Geburten sollen bis fünf Jahre nach dem Kauf berücksichtigt werden.

Doch damit allein will es die Gemeinde nicht belassen: „Wir wollen auch nach dem Wegfall der KfW-Förderung nachhaltiges Bauen fördern“, erklärt Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) auf Nachfrage.

Deshalb setzt die Gemeinde auch an diesem Punkt an: Für regenerativ erzeugte Wärme und warmes Wasser sollen Bauherren 15 000 Euro erhalten. Ebenso gefördert wird der Bau einer PV-Anlage und der Einbau eines Batteriespeichers bis zu einer bestimmten Leistung. Holzbauweise wird mit 10 000 Euro pro Etage gefördert.

Lokale Unternehmen nicht ausschließen

Hier schlugen einige Gemeinderatsmitglieder wie Barbara Bischof (AWG) vor, lediglich eine Dämmung mit Holzfasern statt Styropor und Stein- oder Glaswolle zu berücksichtigen. Klemens Schneider (AWG) bestätigte die hohe Umweltfreundlichkeit dieser Bauweise. Thomas Wintersteiger (CSU) wünscht, auch die konventionelle Bauweise zu fördern, um lokale Unternehmen beim Bau nicht auszuschließen. Er hielt die Förderhöhe für zu hoch.

Großen Diskussionsbedarf zeigte sich bei der Orientierung der Gemeindeförderung an den KfW-Förderungen. Derzeit hat der Bund jedoch die Förderung des KfW-Standards 55 ausgesetzt, ein Wiederbeleben ist unklar. Er könnte jedoch als neuer Mindeststandard kommen und sich so eine zusätzliche Förderung erübrigen, berichtete Schneider. Die Zuschüsse der Gemeinde an die der KfW zu knüpfen hat den Vorteil, dass Bauherren so bereits Nachweise darüber haben und nicht erst anfertigen lassen müssen.

Skepsis, ob Förderung auch Erfolg hat

Lukas Salzeder (AWG) sieht die Förderung von nachhaltigem Bauen durch die Gemeinde grundsätzlich skeptisch. Seiner Meinung nach wird die Förderung niemanden zu umweltfreundlicher Bauweise locken, wenn er sie nicht ohnehin bereits plant. Oft komme eine Photovoltaikanlage erst einige Jahre später aufs Dach, sodass die Fördermöglichkeiten dann verfallen sind. Das Gemeinderatsmitglied wünscht sich hingegen, Dinge wie eine Regenwasserzisterne verpflichtend zu machen.

Regenwasserzisterne verpflichtend?

Der Entwurf sieht eine Förderung von maximal 90 Euro pro Quadratmeter Baugrund vor. Der Grundstückspreis liegt bei 250 Euro pro Quadratmetern. Mit einer Gegenstimme von Salzeder wird der Entwurf für die einzelnen Förderbausteine überarbeitet und in der kommenden Sitzung erneut vorgelegt. Die Förderung betrifft die fünf Gemeindegrundstücke im Baugebiet „Im Mondfeld“ mit 33 Bewerbern. „Wir wollen damit Anreize zu nachhaltigem Bauen schaffen. Verpflichtend ist es allerdings nicht“, sagt Weyrich.

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