Nach Corona-bedingter Absage

Gemeinderat Aschau am Inn startet mit Klausurtagung zur Ortsentwicklung

Wie das alte Pfarrhaus künftig genutzt werden kann, soll im Zuge des Ortsentwicklungsplans verfolgt werden.
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Wie das alte Pfarrhaus künftig genutzt werden kann, soll im Zuge des Ortsentwicklungsplans verfolgt werden.

Lange musste Aschau warten, jetzt soll es endlich losgehen: Die ersten Schritte in Sachen Ortsentwicklung sollen noch in diesem Monat passieren: Die bereits verschobene Klausurtagung kann endlich stattfinden.

Aschau am Inn – „Unsere Ortsentwicklung kann starten. Kick-Off ist mit einer Klausurtagung“, freute sich Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Zuletzt musste die bereits für Januar und Februar geplanten Klausurtagungen coronabedingt verschoben werden.

Bereits nächste Woche, 19. und 20. März, wollen sich die Gemeinderäte mit Fachleuten zusammensetzen und erste Gedanken zur Ortsentwicklung austauschen. Mit dabei sind als Dozenten Städteplaner aus München, die Organisation läuft über die Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten.

Einstieg mit Fachleuten machen

Die Veranstaltung nächste Woche versteht Weyrich als Startschuss für die Ortsentwicklung. Weitere Termine sollen im Verlauf des Jahres folgen. Dem Bürgermeister war es von Anfang an wichtig, diesen Schritt mit Fachleuten zu gehen. „Es lähmt, wenn wir das Projekt von innen heraus angehen“, hatte er zuletzt im Gemeinderat gesagt. Der Erfolg hänge vom richtigen und professionellen Einstieg ab.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat, aber auch mit den Aschauer Bürgern will er im persönlichen Austausch das Projekt vorantreiben. Das ist aber coronabedingt bislang nicht umsetzbar. Deshalb soll zunächst einmal mit der Unterstützung der Fachleute der Einstieg gemacht werden, die Bürgerbeteiligung soll zu einem späteren Zeitpunkt passieren.

Weil zunächst nicht klar war, wann die Klausurtagung nachgeholt werden kann, wollte das Bündnis Aschau die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen.

In einem Antrag, den die Fraktion nach der coronabedingten Absage der Klausurtagung kurz vor Wihnachten eingereicht hatte, zielte darauf ab, dass man einen Steuerkreis und Handlungsfelder definiert und einen zeitlichen Projektplan erstellt. „Im Projektmanagement der Ortsentwicklung müssen nun der Projektstart und die Projektplanung im Gemeinderat erfolgen. Diese zwei ersten Phasen des Projekts sollen – gerne auch online-gestützt – sollen zügig geplant werden“, schrieb das Bündnis Aschau im Antrag.

Darüber wurde bereits in der Januar-Sitzung gesprochen, wie mit dem Antrag zu verfahren ist, darüber wollte der Gemeinderat erst in der darauffolgenden Sitzung – also im März – abstimmen. Mittlerweile ist aber auch die Klausurtagung terminiert. „Ich finde die Klausur sehr gut und es ist ein gutes Zeichen, dass es vorangeht“, sagte Fraktionssprecher Thomas Duxner (Bündnis Aschau). Dennoch hielt er es für wichtig, dass die in dem Antrag formulierten Ziele – Steuerkreis, Handlungsfelder und Projektplan – Bestandteil des Ortsentwicklungskonzepts seien. Dennoch blieb für ihn die Frage: „Wie geht es nach der Klausur weiter?“

Zwischenberichte für die Bürger

Die nächsten Termine sind laut Weyrich für Juni geplant. Ab wann die Bürger in die Ortsentwicklung mit eingebunden werden können, dazu konnte Weyrich auf Nachfrage noch nichts sagen. „Es wird sich erst zeigen, wie viele Baustellen wir zu lösen haben.“ Zwischenberichte für die Bürger soll es allerdings geben.

Vor dem Hintergrund, dass jetzt die ersten Termine für die Ortsentwicklung feststehen, „was soll heute sinnig sein, braucht es einen Beschluss“, fragte Weyrich im Bezug auf den Antrag. In seinen Augen war ein solcher nicht nötig, der Antrag „überholt“. „Von Anfang an war eine Klausurtagung geplant, in der die Handlungsfelder definiert und auch die Zeitpläne gesetzt werden sollen.“

Vom Gremium wollte sich ansonsten niemand mehr zu dem Thema äußern, ein Beschluss über den Antrag wurde nicht gefasst. Denn in den geplanten Veranstaltung für das Ortsentwicklungskonzept sollen ohnehin die Themen herausgearbeitet werden, die das Bündnis Aschau in seinem Antrag formuliert hat.

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