Klugham II: Fotovoltaikanlage kommt

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Aschau - Die Firma "SunPlan" GmbH wird in Klugham II ihre Freiflächenfotovoltaikanlage erbauen. Sie fällt deutlich kleiner aus, als ursprünglich geplant:

1,6 Hektar statt vier Hektar. Dennoch nicht begeistert von den Vorhaben ist Dritte Bürgermeisterin Gertraud Reiser; sie stimmte als Einzige dagegen.

Der Gemeinderat beschloss zur Errichtung der Freiflächenfotovoltaikanlage in Klugham II eine siebte Änderung des Flächennutzungsplanes durchzuführen - mit der Gegenstimme von Gertraud Reiser. Gleichzeitig wird ein Bebauungsplan für das Sondergebiet aufgestellt und die Verwaltung führt das öffentliche Auslegungsverfahren durch.

Das Gebiet ist als Vorrangfläche Kiesabbau im Regionalplan ausgewiesen. Nach Rücksprache mit der Regierung von Oberbayern hat die Gemeinde die Möglichkeit, die Festsetzung der Vorrangfläche zu konkretisieren. Daher wird die Kiesabbaufläche nun verringert und konkretisiert als "Sondergebiet Fotovoltaikanlage".

Das Gremium bestand auf die Maßgabe, dass die Oberkante der Module die Höhe der Bahnlinie nicht überschreiten darf. Außerdem müssen die Module, wenn die Anlage irgendwann alt und unrentabel geworden ist, zurückgebaut werden; die Gemeinde will dafür eine Bürgschaft. Später soll das Areal wieder zur Kiesabbaufläche werden.

"Wir wollen doch den Atomausstieg"

Matthias Salzeder sprach die Eingrünung der bestehenden Fotovoltaikanlage an. "Das hat ja nicht so geklappt." Daher will er im Vertrag klare Vorgaben aufgenommen wissen.

Gertraud Reiser sprach sich vehement gegen das ganze Projekt aus. Sie sei zwar für erneuerbare Energien, aber gegen Versiegelung von Flächen. "Mir tut die Landschaft leid." Die Flächen seien zwar nicht per Definition versiegelt, aber da nichts eine Chance habe, zu wachsen, sei dies de facto so.

"Der Gesetzgeber würde die Anlage zwar zulassen, aber wir als Gemeinde haben es in der Hand - auch zu sagen, wo wir so eine Anlage nicht haben wollen", apellierte sie an ihre Gremiumskollegen - stieß aber nicht auf offene Ohren.

Günther Manz merkte an, der Betreiber sei ja auch auf einen Kompromiss eingegangen: statt vier Hektar nur noch 1,6 Hektar Freiflächenfotovoltaik. "Wir wollen doch den Atomausstieg, also können wir nicht alles ablehnen."

kla/Mühldorfer-Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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