Breitbandausbau

Zögert Aschau oder zögert Aschau nicht?

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Aschau am Inn - Nahezu alle Gemeinden aus dem Landkreis Mühldorf sind schon drin im Breitbandförderprogramm. Nur Aschau zögert noch - oder stimmt das gar nicht?

29 von 31 Gemeinden aus dem Landkreis Mühldorf befinden sich bereits im Förderverfahren für den Breitbandausbau. Wie MBM-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Friedrich bei einem Pressegespräch der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in Mühldorf sagte, werde eine 30. Gemeinde (die Stadt Waldkraiburg) nach Auskunft des Landratsamts bald ins Verfahren einsteigen. Die letztverbleibende Gemeinde - Aschau am Inn - überlege noch. Ulrich Niederschweiberer, Mühldorfer Kreisobmann des Bauernverbands und ebenfalls Teilnehmer am Pressegespräch, machte daraufhin seinem Unmut Luft: "Es ist unverständlich, das sich Aschau im Zentrum des Landkreises so zurückhält."

Aschau Werk und die Ortschaft längst ausgebaut

Tatsächlich ist Aschau derzeit noch nicht in das Förderverfahren eingestiegen. Wie die Gemeinde auf Nachfrage von innsalzach24.de mitteilte, zögere man aber keinesfalls. "Wir gehen das Ganze auf jeden Fall an. Es ist nicht so, dass wir hier die Augen verschließen", erklärt Stefan Kirchbuchner von der Gemeindeverwaltung, der sich intensiv mit dem Thema Breitbandausbau befasst. Man stehe mit einem Ingenieurbüro in Kontakt und werde in ein paar Wochen den ersten Verfahrensschritt starten.

Dass die Gemeinde nicht schon lange in das Verfahren eingestiegen ist, hat einen guten Grund. Verkürzt gesagt war die Gemeinde im ersten Förderverfahren schlicht zu erfolgreich. "Bei dem ersten Förderverfahren waren wir eine der ersten Kommunen und haben damals unser Werksgebiet Aschau Werk aufrüsten können. Und am Ende des letzten Förderverfahrens haben wir komplett Aschau Ort ausgebaut, sodass wir im Ort bis zu 50 Mbit haben", erklärt Kirchbuchner.

Das Abwarten der Gemeinde hat sich gelohnt

Inzwischen läuft im Freistaat das zweite Förderverfahren. Aschau müsste den Breitbandausbau jetzt vor allem in den Außenbereichen vorantreiben, das war aufgrund der ursprünglichen Richtlinien des zweiten Förderverfahrens zunächst aber nicht realisierbar. Das ist nun anders: "In den Richtlinien hat sich einiges geändert, sodass wir jetzt andere Möglichkeiten haben", so Kirchbuchner. Ziel sei es, nun auch die Außenbereiche soweit möglich zu erschließen.

Das Abwarten der Gemeinde hat sich rückblickend also gelohnt. Weil man im ersten Verfahren einer der Ersten war, habe man beim zweiten Verfahren gesagt, man müsse nicht wieder der Erste sein, sagt Kirchbuchner. Aufgrund der Änderungen der Richtlinien habe sich das im Nachhinein als sinnvoll erwiesen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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