Pfarrei traf Entscheidung

Alter Pfarrhof soll in Erbpacht vergeben werden

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Aschau am Inn - Zwischenzeitlich wurde eine Entscheidung zur Zukunft des alten Pfarrhofs getroffen. 

"Mittlerweile ist durch die Pfarrei beschlossen worden, dass der Pfarrhof in Aschau am Inn in Erbpacht vergeben werden soll", teilte auf Anfrage von innsalzach24.de Bettina Göbner, Pressesprecherin der Erzdiözese München und Freising und des Erzbischöflichens Ordinariat München mit. "Die Vergabe wird jetzt durch die zuständige Abteilung im Ordinariat vorbereitet."

Das Erbbaurecht ist das Recht, meist gegen Zahlung eines regelmäßigen sogenannten Erbbauzinses, auf einem Grundstück ein Bauwerk zu errichten oder zu unterhalten. Es wird begründet durch einen Erbbaurechtsvertrag zwischen Erbbauberechtigtem und Grundstückseigentümer und anschließender Eintragung ins Grundbuch. Das Erbbaurecht wird selbst wie ein Grundstück behandelt

Aufgabe aus wirtschaftlichen Gründen

Im September wurde bekannt, dass Pater Bernhard Stiegler das Pfarrhaus aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben wollte. Seiner Ansicht nach hatte sich der "Notfallplan", das Sekretariat der Pfarrei und das Büro des Pfarrers in das Pfarrheim zu verlagern, bewährt. Er hatte dabei auch die zuständigen Stellen beim Erzbischöflichen Ordinariat auf seiner Seite. Es wurde sogar bereits schriftlich angekündigt, dass man einem Bauantrag für eine mögliche Sanierung nicht zustimmen werde.

Kirchenpfleger Matthias Salzeder sah das Ganze laut einem Bericht der Waldkraiburger Nachrichten jedoch anders. Er wolle "keine Entscheidung, die man später bereuen könnte". Vor allem die Fragen zwecks Unterbringung einer Jugendgruppe oder der Fall, dass ein pastoraler Mitarbeiter in Zukunft eine Wohnung brauche, würde ihn beschäftigen. Deswegen würde er das Haus gerne sanieren lassen und dann vermieten, um im Fall der Fälle reagieren zu können. Doch dies ginge nur mit Hilfe des Ordinariats.

Eine wichtige Entscheidung wurde außerdem am Sonntagabend in Aschau beim Bürgerentscheid getroffen: Die Gemeinde wird sich nun doch nicht an einem interkommunalen Neubau-Projekt mit Waldkraiburg beteiligen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Frank Wunderr

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