Beschluss gefasst

Darum wird sich beim Gasthof Pichlmeier erstmal nichts mehr tun

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Der ehemalige Gasthof Pichlmeier in Aschau am Inn: Erst nach der Kommunalwahl 2020 wird sich der Gemeinderat wieder damit beschäftigen.
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Aschau am Inn - Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung war auch wieder der weiter leerstehende ehemalige Gasthof Pichlmeier Thema. Zum vorerst letzten Mal bis zur Kommunalwahl 2020.

"Mit knapper Mehrheit stimmte der Gemeinderat dafür, dass er das Thema nicht mehr weiter behandeln wird. Die weitere Beschäftigung damit und Entscheidungen darüber sollen dem im März kommenden Jahres neu zu wählenden Rat überlassen werden", berichtet Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) im Gespräch mit innsalzach24.de. "Es macht einfach wenig Sinn, da jetzt noch Dinge zu beschließen, bei denen der neue Rat dann vielleicht ganz anderer Ansicht wäre." 

Salzeder verweist darauf, dass die Arbeit des Projektteams trotzdem weitergehen würde. Dieses hatte zwischenzeitlich auch Anregungen aus der Bürgerschaft entgegengenommen.

Gemeinderat gegen Wiederbelebung - Auch Experte warnt davor

Die Zukunft des ehemaligen Gasthofs Pichlmeier treibt die Gemeinde Aschau am Inn schon eine Weile um. Der Gemeinderat diskutierte im Januar, wie die Zukunft der von der Gemeinde erworbenen Immobilie ausschauen soll. Neben einer Nutzung als Heimatmuseum oder zur Schaffung von Wohnraum wurde auch die Wiederaufnahme einer Gastwirtschaft diskutiert. 

Das Gremium sprach sich dann jedoch mehrheitlich, mit drei Gegenstimmen, dagegen aus. Stattdessen soll nun ein Projektausschuss die Möglichkeit der Schaffung von Wohnraum prüfen. Heutige Anforderungen an Lärmschutz und die Schaffung von Stellplätzen könnten nicht erfüllt werden. Zudem gäbe es keine ausreichende Nachfrage mehr und es sei auch eigentlich schon ein ausreichendes Angebot vorhanden. 

Das die Wiederbelebung einer solchen Wirtschaft nicht einfach ist, erklärte in einem Interview mit innsalzach24.de Frank-Ulrich John, Pressesprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands. Schon grundsätzlich sei die Neueröffnung einer Gastwirtschaft heutzutage mit diversen Herausforderungen verbunden. Zudem warnte er davor, dass eine gemeindlich subventionierte Wirtschaft dann eine unfaire Konkurrenz für normale Wirte sein könnte.

Auch "Adria Grill" in St. Erasmus muss schließen

Erst kürzlich sorgte zudem die Meldung für Aufsehen, dass St. Erasmus den "Adria Grill" verlieren wird. Wegen unüberbrückbarer Differenzen zwischen Wirt und Eigentümer des Lokals wird die beliebte Gaststätte Ende Juni 2020 schließen müssen. 

"Es ist einfach zu viel zusammengekommen", berichtete Eigentümer Anton Hinterwimmer gegenüber innsalzach24.de. Es habe zudem eine Auseinandersetzung gegeben. Seitdem sei das Verhältnis dermaßen zerrüttet, dass das Pachtverhältnis nicht mehr fortgeführt werden könne.

hs

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