"Es wird wirklich höchste Zeit, dass sich hier etwas tut"

Bald doch ein Ausbau des Mobilfunk-Netzes in Aschau?

Aschau am Inn - Vielleicht gibt es, nach zwei bisher gescheiterten Anläufen, nun doch bald einen Ausbau des Mobilfunk-Netzes in der Gemeinde. 

"Es wird wirklich höchste Zeit, dass sich hier etwas tut", betont Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder (AWG). "Für die Schüler und Mitarbeiter in Waldwinkel ist es ein echtes Problem, dass dort der Mobilfunkempfang so schlecht ist. Das macht die Einrichtung als Lern- und Arbeitsplatz sehr unattraktiv." Sollte es zum Ausbau des Mobilfunkstandorts kommen, könnten zudem auch gleich Glasfaser-Leitungen für Breitband-Internet verlegt werden.


"Jetzt soll aber erst einmal abgewartet werden, wie eine Bürgerinformations-Veranstaltung am Donnerstag läuft", erläutert Salzeder, "Dort wird ein Vertreter der Telekom das Konzept vorstellen. Danach wird dann im Rat darüber entschieden werden."

Ablehnung von Standorten in Howaschen und am Tödtenberg

Erst Mitte Mai lehnte das Gremium einen Antrag der Telekom zur Errichtung eines neuen Mobilfunk-Mastens im Bereich von Howaschen ab. Der Mast sollte, den Angaben des Unternehmens nach, den Norden von Waldkraiburg, Howaschen, Wolfgrub und Haselbach versorgen. Allerdings erschien eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern in der Sitzung, die ihre Haltung gegen das Projekt vortrugen. Sie hatten sich informiert und konnten an Hand von einem Plan den Nachweis erbringen, dass die Telekom selbst diesen Bereich bereits als voll versorgt betrachtet. Dies führte zur ablehnenden Entscheidung des Rats.


In einer Umfrage auf innsalzach24.de sah mit fast 60 Prozent die Mehrheit unserer Leser die Entscheidung kritisch:

Es war nicht das erste Mal, dass sich das Gremium gegen einen Mobilfunk-Standort aussprach. Bereits im März des vergangenen Jahres hatte es einen anderen Antrag der Telekom, damals für die Errichtung eines Mastens am Tödtenberg gegeben.

"Das war meiner, aber leider nicht nach Ansicht der Mehrheit des Gemeinderats eine gute Idee", kommentierte Bürgermeister Alois Salzeder (UWG) die mehrheitliche Ablehnung des Rates damals.

hs

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