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Gemeinde bleibt bei Standort - Nun soll Bürgerbegehren kommen

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Im Aschauer Ortsteil Thann soll südlich und nördlich der Staatsstraße 2352 ein etwa acht Hektar großes Gewerbegebiet entstehen. Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) steht hinter dem Standort. ÖDP-Kreisvorsitzende Lisa Sieber will nun ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen.
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Aschau am Inn - Die Gemeinde sieht weiterhin keine Alternative zum geplanten Standort für das Gewerbegebiet Thann. Dieser ist durchaus umstritten.

Der Gemeinderat setzte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einer Stellungnahme des Landratsamts zu möglichen Alternativstandorten auseinander. "Es gäbe zwar theoretisch einige andere Möglichkeiten", erklärt Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) im Gespräch mit innsalzach24.de. "Sonst gibt es aber, aus unserer Sicht, überall immer irgendein Problem! Mal sind dort Altlasten, woanders gäbe es Probleme mit dem Lärmschutz oder es würde zu weit außerhalb liegen." Vor allem aber seien Standorte nahe den Industriegebieten keine Alternative.

Bürgerbegehren gegen Gewerbegebiet angekündigt

"Auch wenn man umgangssprachlich manchmal Gewerbe- und Industriegebiete in einen Topf wirft: Das ist nicht das Gleiche!", betont Salzeder. "Man kann die nicht so ohne weiteres einfach neben einander legen." Es würden jeweils sehr verschiedene Vorschriften zum Lärmschutz gelten. "Teils haben wir da Mehrfachschicht-Betriebe." Der von der Gemeinde vorgesehen Standort dagegen sei ideal. "Da könnten wir dann auf völlig selbst entscheiden, was hinkommt." Er stehe im Übrigen völlig hinter dem Projekt. "Wir müssen uns da breiter aufstellen. Arbeitsplätze können so vor Ort entstehen und es ist doch auch gut für die Umwelt, wenn man dann mit dem Radl zur Arbeit fahren kann!" 

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Südlich und nördlich der Staatsstraße 2352 soll ein etwa acht Hektar großes Gewerbegebiet in Thann entstehen. Die Pläne sind nicht unumstritten. Die in Aschau wohnende ÖDP-Kreisvorsitzende Lisa Sieber hatte sogar einen Bürgerantrag dagegen eingebracht. Der Gemeinderat lehnte diesen jedoch mit deutlicher Mehrheit in seiner Sitzung im Oktober ab. "Aus unserer Sicht wird durch den Bau eines zusätzlichen Gewerbegebietes am Ortseingang in Thann massiv in den ländlichen Charakter und in das Landschaftsbild der Gemeinde Aschau am Inn eingegriffen", berichtet Sieber gegenüber innsalzach24.de. "Im vorhandenen Industriegebiet Aschau-Werk sind noch Flächen für eine industrielle Weiterentwicklung zur Verfügung!"

Im Aschauer Ortsteil Thann soll südlich und nördlich der Staatsstraße 2352 ein etwa acht Hektar großes Gewerbegebiet entstehen

Ende 2018 hatte bereits ein Bürgerbegehren den Plänen für das interkommunale Projekt eines gemeinsamen Freibads mit der Stadt Waldkraiburg einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Unterschriftenlisten liegen aus

"Wir befürchten, dass das geplante Gewerbegebiet, die Lebensqualität der Anwohner durch Lärm, Feinstaub, Schall- und Schmutzemissionen auf unzumutbare Weise beeinträchtigt. Daher sollte für eine zukünftige gewerbliche Entwicklung vorrangig Flächen im Anschluss an das Industriegebiet oder im Anschluss an das neue Umspannwerk in Betracht gezogen werden", so Sieber weiter. "Dadurch wird aus unserer Sicht die Infrastruktur am Kreisverkehr Aschau- Werk vermehrt genutzt und die verkehrstechnische Belastung für den Ort Aschau verringert sich. Wir sind dafür, dass zur Reduzierung des Flächenverbrauches auch die Nutzung leerstehender Gebäude als Entwicklungsmöglichkeit für Gewerbe zu berücksichtigen ist."

Unterschriftenlisten liegen derzeit bereits in örtlichen Geschäften aus oder können bei Sieber selbst abgeholt werden. Nach Abschluss der Unterschriftensammlung muss dann der Gemeinderat über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden.

hs

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