Widerstand gegen Projekt

Aschauer Freibad-Neubau-Gegner wollen Bürgerentscheid

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Aschau/Waldkraiburg - Im Mai schien mit dem Bürgerentscheid in Waldkraiburg bereits eine Entscheidung für das gemeinsame Freibad-Neubad-Projekt von Aschau und Waldkraiburg gefallen zu sein. Doch nun kommt Widerstand aus Aschau. 

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Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde eine Liste mit 200 Unterschriften übergeben, die sich gegen das Projekt mit Waldkraiburg richten, schreiben die Waldkraiburger Nachrichten. Es solle nun ein Bürgerbegehren und einen Bürgerentscheid geben, so die Gegner des Projekts, Unterschriftenlisten seien vorbereitet und ausgelegt. Ansprechpartner seien Martin Höpfinger, Thomas Winterer und Gabi Reiter. 

Die Initiatoren kritisieren, zentrale Punkte seien unklar und es lägen nur grobe Kostenschätzungen vor, so die Zeitung. Zudem sei der geplante Standort zu dezentral für beide Gemeinden und bei einer Bürgerbefragung hätten sich 2016 viele Aschauer für ein eigenes Naturbad ausgesprochen. Eine erneute Bürgerbefragung sei aber in der letzten Gemeinderatssitzung abgelehnt worden. Bürgermeister Alois Salzeder (UWG) erklärte gegenüber den Waldkraiburger Nachrichten, er halte an dem Projekt fest. Gleichzeitig kündigte er eine zeitnahe Info-Veranstaltung an. "Bevor die Leute ihre Unterschrift für einen Bürgerentscheid hergeben, sollten sie sich die Fakten bei dieser Versammlung anhören – und danach entscheiden", erklärte er gegenüber der Zeitung.

Seit einem Bürgerentscheid im Mai schien endgültig festzustehen, dass das Waldbad durch einen Neubau ersetzt werden soll. Es soll aber weiter geöffnet bleiben, bis der Neubau eröffnet werden kann. Seit Juni trifft sich inzwischen regelmäßig ein Projektteam, bestehend aus Vertretern von Aschau und Waldkraiburg, die das Projekt in interkommunaler Zusammenarbeit gemeinsam verwirklichen wollen. Inzwischen habe sich die Projektgruppe auf eine Ausstattung für das neue Bad geeinigt und sei nun dabei, bei einem erfahrenem Beratungsunternehmen Angebote für eine europaweite Ausschreibung einzuholen, so Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) in der Sitzung des Ferienausschuses des Stadtrats. "Die Gruppe beschließt nichts sondern ist nur vorberatend tätig. Alle Entscheidungen liegen bei den Räten in Aschau und Waldkraiburg!", merkte er außerdem an. 

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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