Niederlage für die Bürgerinitiative

Bürgerentscheid in Aschau am Inn: Ja zum Gewerbegebiet Thann

Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) freut sich über die Entscheidung der Aschauer Bürger, dass die Gemeinde die Planungen am geplanten Gewerbegebiet in Thann fortsetzen kann. 
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Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) freut sich über die Entscheidung der Aschauer Bürger, dass die Gemeinde die Planungen am geplanten Gewerbegebiet in Thann fortsetzen kann. 

Aschau am Inn – Die Bürger haben sich für eine Fortsetzung der Planungen für das Gewerbegebiet Thann Nord und Thann Süd entschieden. Damit ist die Bürgerinitiative mit ihrem Antrag, die sich gegen die Pläne der Gemeinde positioniert haben, gescheitert.

Insgesamt 55,3 Prozent (774) lehnten den Antrag der Initiative ab. Etwas mehr Zustimmung erhielt dagegen das Ratsbegehren mit 59,2 Prozent (839), die Planungen am Gewerbegebiet fortzusetzen. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,6 Prozent. Damit wurde die Mindestanzahl an Stimmen für eine gültige Wahl von 20 Prozent deutlich überschritten.


Vielen Dank für das Vertrauen in unseren Plan unser Aschau für die Zukunft sicher und stark aufzustellen“, freut sich Bürgermeister Christian Weyrich (CSU), der erst seit Mai im Amt ist, über das Ergebnis des Bürgerentscheides auf seiner Facebooks-Seite.

Pläne sind umstritten

Südlich und nördlich der Staatsstraße 2352 soll ein etwa acht Hektar großes Gewerbegebiet in Thann entstehen. Der Gemeinderat hatte sich im Mai des vergangenen Jahres einstimmig dafür ausgesprochen. Doch die Pläne fanden nicht bei allen Bürgern Zustimmung.


Im Aschauer Ortsteil Thann soll südlich und nördlich der Staatsstraße 2352 ein etwa acht Hektar großes Gewerbegebiet entstehen

"Aus unserer Sicht wird durch den Bau eines zusätzlichen Gewerbegebietes am Ortseingang in Thann massiv in den ländlichen Charakter und in das Landschaftsbild der Gemeinde Aschau am Inn eingegriffen", berichtete die in Aschau wohnende ÖDP-Kreisvorsitzende Lisa Sieber im Januar gegenüber innsalzach24.de. "Im vorhandenen Industriegebiet Aschau-Werk sind noch Flächen für eine industrielle Weiterentwicklung zur Verfügung!"

Weyrich: "Arbeitsplätze, Ökologie und sichere Steuereinnahmen können harmonieren"

Sieber und eine Bürgerinitiative brachten daraufhin ein Bürgerbegehren auf den Weg, das nun gescheitert ist. Die ÖDP-Politikerin hatte zuvor bereits im Gemeinderat einen Bürgerantrag gegen das Projekt eingebracht. Dieser wurde jedoch in der Sitzung des Gremiums im Oktober 2019 abgelehnt.

Dennoch verspricht Weyrich bei den Planungen für das neue Gewerbegebiet auch den ökologischen Aspekt nicht außer Acht zu lassen: „Arbeitsplätze, Ökologie und sichere Steuereinnahmen - wir werden zeigen wie das harmonieren kann. Ich freue mich auf die Realisierung.“

jz

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