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Für Fairness, Gerechtigkeit und Wertschätzung bei ZF TRW

Streik in Aschau: Beschäftigte kämpfen um "Anerkennung"

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Aschau am Inn - Die Beschäftigten bei ZF TRW in Aschau am Inn folgten dem Warnstreikaufruf der IG Metall.

Nach der Arbeit noch Zeit für die Kinder haben und den Abend mit dem Partner genießen, mit dem Wohnmobil quer durch Europa reisen und an der Adria den wunderschönen Sonnenuntergang erleben. Arbeitszeitverkürzung, Altersteilzeit, gutes Entgelt und Urlaubsgeld lassen diese Träume schneller wahr werden.

Genau das wollen auch die Beschäftigten bei ZF TRW in Aschau am Inn. Sie fordern mehr Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit, sowie mehr Fairness und Transparenz bei der Bezahlung. Mit dem Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern, werden diese Forderungen erfüllt und ermöglichen eine gute Zukunftsplanung für die Menschen im Betrieb und für den Standort. Das Werk in Aschau ist einer der wenigen deutschen ZF Standorte, das keiner Tarifbindung unterliegt.

"Sind bereit, weiter zu verhandeln"

Nach sechs Verhandlungsrunden konnten die gewählten Verhandler der IG Metall und die Arbeitgeberseite keine Einigung erzielen und die Verhandlungen wurden ergebnislos abgebrochen.

Für den heutigen Donnerstagnachmittag hatte die IG Metall die rund 1000 Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. Sie wollten ein Zeichen setzen. Am Standort in Aschau und auch an die Konzernzentrale in Friedrichshafen. "Mit einem ordentlichen und fairen Angebot sind wir jederzeit wieder bereit, mit der Arbeitgeberseite weiter zu verhandeln", so Jochen Hafner von der IG Metall Rosenheim.

Bilder: Warnstreik bei ZF TRW in Aschau

Die aktiven Metaller am Standort fordern die stufenweise Einführung der 35-Stunden-Woche, die stufenweise Anpassung an den Entgelttarifvertrag, Altersteilzeit und die volle dynamische Anerkennung aller gültigen Tarifverträge für Bayern. Die Arbeitgeberseite lehnt die 35-Stunden-Woche kategorisch ab. Auch beim Entgelt will sie unter dem Niveau des Tarifvertrages bleiben und einen "Tarifvertrag-Light" durchsetzen.

Drohungen seitens der Geschäftsleitung?

Solidarisch mit den Beschäftigten bei ZF TRW zeigten sich auch Betriebsräte von anderen Betrieben. Darunter auch der Betriebsrat von Siteco, die derzeit selbst mit großen Problemen zu kämpfen haben. Aus den Reihen der Beschäftigten wurde laut, dass seitens der Geschäftsleitung und Führungsebene sogar Drohungen aufgrund des Warnstreiks an die Mitarbeiter/Innen ausgesprochen wurden. So sei den Beschäftigten sogar mit einer fristlosen Kündigung gedroht worden, wenn sie nach dem Warnstreik nicht umgehend wieder die Arbeit aufnehmen würden.

TimeBreak21

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