Alle Themen aus der Gemeinderatssitzung in Aschau

Problematische Kinder, Städtebund-Auflösung und Glyphosat 

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Aschau - In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag wurde wieder eine Vielzahl an Themen besprochen. 

Zunächst beschäftigte den Rat die Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben und die Übernahme beziehungsweise der Abgang von Haushaltsresten im beziehungsweise aus dem Haushaltsjahr 2017. Dieser Punkt konnte rasch mit einem einstimmigen Beschluss behandelt werden. 

Im Anschluss waren Probleme mit einigen Kindern in der Nachmittagsbetreuung der Papst Benedikt XVI. Grundschule Thema. Der Rat sprach sich mehrheitlich dafür aus, dass auffällige Kinder, deren Eltern nicht an einem persönlichen Gespräch teilnehmen oder danach keine Bereitschaft zur Mithilfe bei einer Besserung zeigen, von der Nachmittagsbetreuung ausgeschlossen werden.

Landschaftspflegeverband und Kühlanlage Thema

Danach ging es um einen möglichen Beitritt Aschaus zum Landschaftspflegeverband des Landkreises. "Meiner Ansicht nach macht das für unsere Gemeinde wenig Sinn", kommentierte Bürgermeister Alois Salzeder (Aschauer Wählergemeinschaft) im Gespräch mit innsalzach24.de, "Um unsere betroffenen Ausgleichsflächen können wir uns auch selbst kümmern." Der Tagesordnungspunkt wurde nach kurzer Diskussion vertagt. Die Verwaltung wird sich darum bemühen einen Ansprechpartner für eine Sitzung des Gemeinderates zu organisieren.

Weil es im Sommer in der Gemeindehalle "furchtbar heiß" wird, wurde die Anschaffung einer Kühlanlage angedacht. Der Rat sprach sich jedoch mehrheitlich gegen die Investition aus. "Da wären neben den erforderlichen etwa 56.000 Euro auch noch einiges an Folgekosten, vor allem wegen des hohen Stromverbrauchs angefallen", begründete dies Salzeder. Darüber hinaus sei bereits eine Klimaanlage vorhanden, die nur durch das zusätzliche Gerät unterstützt werden sollte. "Im Sommer ist in der Halle ohnehin wenig Betrieb und es kann auch auf die Sportanlagen im freien ausgewichen werden", so das Gemeindeoberhaupt.

Diverse weitere Themen besprochen

Die ehemalige Kreisstraße MÜ25, die zu einer Gemeindeverbindungsstraße wurde, soll zukünftig Träxlerstraße heißen, wie das Gremium außerdem beschloss. 

Der Gemeinderat beschloss außerdem, sich weiterhin an den Planungen zum Gesamtkonzept des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis zu beteiligen. Der abschließende Beschluss, ob der Schülerverkehr in den öffentlichen Personennahverkehr integriert wird, kann erst nach Veröffentlichung der genauen Kosten gefasst werden.

Weiterhin wurden zwei Bauanträge behandelt. 

Des weiteren sollen die WC-Anlagen der Papst Benedikt XVI. Grundschule saniert werden. Dies wird mit etwa 15.000 Euro zu Buche schlagen. 

Salzeder bedauert Auflösung von Städtebund

Zum Schluss war die Auflösung und Liquidation des Städtebundes Inn-Salzach Thema. 

Am 19. Januar 2017 hatte die Städtebund Inn-Salzach GmbH zur Gesellschafterversammlung einberufen. In diesem Zusammenhang wurde von den verbliebenen Gesellschaftern beschlossen, den Städtebund Inn- Salzach aufzulösen.

Voraussetzungen für die Auflösung der Städtebund Inn-Salzach GmbH sind die Gemeinderatsbeschlüsse der verbliebenen Gemeinden zum Austritt und der entsprechenden Rückforderung der geleisteten Stammeinlage. Die Stammeinlage der Gemeinde Aschau beträgt 5.000 Euro.  Der Gemeinderat beschloss im Februar vergangenen Jahres aus der Städtebund Inn-Salzach GmbH auszutreten und forderte von dieser in diesem Zuge die Stammeinlage von 5.000 auszuzahlen.

In der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2017 wurde dann die Auflösung der Gesellschaft zum 01. Januar 2018 festgelegt. Die Stammeinlage wird jedoch nicht in voller Höhe rückerstattet werden.

"Das war eine sehr gute Einrichtung", klagt der Aschauer Bürgermeister darüber. Gerade für eine Gemeinde wie Aschau sei die Möglichkeit, die lokale Wirtschaft vorzustellen überaus wichtig.

Gemeinderat erkundigte sich nach Glyphosat-Gebrauch

Zum Schluss der Sitzung berichtete unter anderem Gemeinderat Günther Manz, der bei den Landwirten nachgefragt hatte, ob denn auch in Aschau am Inn Glyphosat angewendet wird.

Aus den Reihen der Landwirte wurde ein Einsatz von Glyphosat bestätigt, jedoch kein Mißbrauch. Alle Landwirte müssen Schulungen durchlaufen und werden zum richtigen Umgang und Einsatz von Schädlings- und Unkrautvernichtungsmitteln aufgefordert. Eine größere "Bedrohung" gehe eigentlich aus von großflächigem Einsatz. Diese Art von Flächen sei aber in Aschau gar nicht vorhanden.

hs

Rubriklistenbild: © Andreas Dlugosch, http://www.waldkraiburger.de (GNU/CC)

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