Ampel nicht in Sicht

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Die Kreuzung der Staatsstraße 2352, der Kreisstraße MÜ 18 und der Aussiger Straße macht der Polizei nach sechs Unfällen im Jahr 2009 und sieben Unfällen im Vorjahr nach wie vor Sorgen.

Waldkraiburg - Die Kreuzung der Staatsstraße 2352 mit der Kreisstraße MÜ 18 (Stockhamer Berg) und der Aussiger Straße macht der Polizei Sorgen. Sieben Verkehrsunfälle wurden 2010 an dieser Stelle registriert.

Eine Ampelanlage ist seit Längerem in der Diskussion, aber laut Auskunft des Straßenbauamtes bis auf Weiteres nicht zu erwarten.

Sechs Unfälle mit fünf Verletzten wies die Statistik für das Jahr 2009 aus, sieben Unfälle im Jahr 2010. Verletzt wurde dabei niemand. Dennoch mache diese Kreuzung der Polizei nach wie vor Sorgen, sagt Polizeioberkommissar Josef Streck, der bei der PI für den Bereich Verkehr zuständig ist. Nur eine bauliche Maßnahme kann aus seiner Sicht die Zahl der Unfälle an dieser Stelle senken.

Die Vorfahrt durch eine Ampelanlage zu regeln, ist seit mehreren Jahren im Gespräch, bestätigt Frank Ruckdäschel, zuständiger Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt in Rosenheim. Doch er macht keine Hoffnungen, dass schon bald eine Ampel kommt. Auf etwa 50.000 bis 70.000 Euro schätzt er die Kosten. Und die Mittel sind knapp und müssen nach dem Gesichtspunkt des maximalen volkswirtschaftlichen Nutzens eingesetzt werden.

Während sich an dieser Kreuzung 2010 kein einziger Verkehrsteilnehmer verletzte, gebe es unfallträchtigere Stellen im Landkreis.

Die Kreuzung werde weiterhin beobachtet, steht laut Ruckdäschel aber aus diesen Gründen nicht oben in der Prioritätenliste. Weil heuer die zuständige Unfallkommission noch nicht getagt hat, kann Ruckdäschel noch keine Maßnahmen nennen. Mit einer Ausnahme: die Optimierung der Mößlinger Kreuzung in Mühldorf nördlich des Innkanals. "Das ist für heuer vorgesehen. Dort scheppert es häufiger."

Unter den unfallträchtigen Bereichen führt die PI in ihrem aktuellen Unfallbericht auch die Staatsstraße 2091 zwischen der Pürtener Kreuzung und dem Waldende bei Rabein an. Die Zahl der Unfälle hat sich in diesem Bereich von 27 im Jahr 2009 auf 31 erhöht. Zehn Personen wurden verletzt (2009: acht).

Nach einem stetigen Rückgang der Unfallzahlen an der Pürtener Kreuzung auf zuletzt zwei im Jahr 2009, waren es 2010 wieder vier Unfälle an dieser Stelle.

Dagegen stellt die Polizei für das Teilstück der Staatsstraße 2352 nach Mühldorf, von der Pürtener Kreuzung bis zur Grenze des Dienstbereichs ("Rotkreuzparkplatz") eine "leichte Entspannung" fest. 22 Unfälle mit sechs Verletzten waren es noch 2009, 16 Unfälle mit vier Verletzten 2010.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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