A94: Autobahngegner loben Autobahn-Bau

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Wer derzeit bei Ampfing auf die Autobahn fährt, muss schon nach wenigen Metern wieder runter auf die Bundesstraße. Das soll sich im Herbst 2012 ändern. Dann heißt es: freie Fahrt bis Heldenstein. Baubeginn ist heute.

Ampfing - Verkehrte Welt im Isental: „Dies ist ein Autobahnteilstück, dem wir aus ganzen Herzen zustimmen“, sagt Heiner Müller-Ermann, der Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die Isentalautobahn. Aber woher kommt der Sinneswandel?

„Der Abschnitt Ampfing-Heldenstein wird unter Einbeziehung der B12 gebaut – das entspricht dem, was wir seit 33 Jahren fordern“, heisst es in einer Pressemitteilung der Autobahngegner. 

Trotzdem sind die Protestler natürlich nicht vollkommen mit der Trassenführung zufrieden. Der Sinneswandel, ist aber also gar keiner: Man frage sich erneut, warum eine Einbeziehung der B12-Trasse nicht durchgehend bis München möglich sei. Wenn die A94 nicht auf der B12 verlaufe, bleibe für die Ampfing der Lärm des Bundesstraße.

Desweiteren bringen die Gegner der Isentalautobahn das Argument vor, dass man bei „ihrer“ Trassenführung den Abschnitt Heldenstein-Ampfing sofort nutzen könne. Die Isentaltrasse hingegen wäre für den Verkehr aus dem Chemiedreieck erst zu nutzen, wenn die gesamten 40 Kilometer fertiggestellt wären. Angesichts der staatlichen Finanzentwicklung könne dies leicht 10 bis 20 Jahre dauern.

„Der Abschnitt Heldenstein-Ampfing ist also ein sehr gutes Beispiel für eine sinnvolle Autobahnplanung. Deshalb hat auch weder der Bund Naturschutz, noch Bürgerinitiativen, noch Anlieger gegen diesen Abschnitt geklagt. Noch ist es nicht zu spät, der ökonomischen und der ökologischen Vernunft zu folgen und von Heldenstein aus den weiteren Weg nach München unter Einbeziehung der B12 zu wählen.“, so die  Autobahngegner weiter.

Ob die Staatsregierung den Empfehlungen der Aktionsgemeinschaft folgt, bleibt jedoch mehr als fraglich.

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