Stadt gewährt Betriebskostenzuschuss - Anschluss an Fernwärme kostet 155000 Euro

70.000 Euro für das Haus Sudetenland

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Braucht weiterhin die finanzielle Unterstützung der Stadt: das Haus Sudetenland.

Waldkraiburg - Das Haus Sudetenland wird von der Stadt bis auf Weiteres mit 70.000 Euro freiwilligem Betriebskostenzuschuss unterstützt - zahlbar in je zwei Jahresraten.

Außerdem hat das Jugendförderungswerk einen Defizitausgleich aus dem Betrieb des Schullandheimes in der Höhe von 80 Prozent beantragt, um die Anlage erhalten zu können. Der Pachtvertrag läuft bis 2019.

Entsprechende Beschlüsse fasste der Stadtrat. Allerdings stellte Susanne Engelmann zur Diskussion, den Defizitausgleich bis zum Jahr 2014 zu begrenzen. Denn dann gebe es ein neues Stadtratsgremium und das könne sich mit der Thematik neu befassen. Eine pauschale Zusage bis 2019 sei keine Motivation für das Haus, an seinem Konzept zu arbeiten.

Bürgermeister Siegfried Klika verstand den Einwand nicht, schließlich laufe der Pachtvertrag bis 2019. Er wolle Sicherheit für die Mitarbeiter des Hauses, des "historischen Gebäudes". Außerdem gebe es eine Rückzugsklausel, für den Fall, dass die Belegungszahlen gravierend einbrechen.

Eva Köhr sagte im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, das Haus werde 2013 auch an die geothermale Wärmeversorgung angeschlossen. Zudem sitzen Stadträte im Aufsichtsrat, "insofern wissen wir genau, was läuft und falls es brennt, kann man bremsen", sagt sie. Sie stehe zu dem Haus.

Anton Sterr, der auch Vorsitzender des Jugendförderungswerks ist, sagte, der Beschlussvorschlag sei kein Freibrief für den Verein, sich auszuruhen. Als Vorsitzender erklärte er, es gehe um die Planungssicherheit für die Mitarbeiter und auch für die Stadtbau, für die das Haus eine geldwerte Anlage darstelle.

Engelmann meinte, in den Beschlüssen komme häufig das Wort "widerruflich" vor, was eben keine Sicherheit biete. Außerdem könnten für das konzeptionelle Arbeiten des Haus Sudetenland nicht nur die Stadträte im Aufsichtsrat zuständig sein. Man müsse sich einen Fachmann von außen holen. Sie hoffe, das Konzept werde bald ausgearbeitet und nicht erst nach 2019. Man müsse mehr mit geschichtlichen Aspekten machen.

Klika wunderte sich über ihre Aussage, schließlich werde ständig daran gearbeitet und Sterr fügte hinzu, dass gerade mit geschichtlichen Ansätzen viel gemacht werde. Hier seien auch Fachleute wie etwa Stadtarchivar Konrad Kern, aber auch Organisationen von außen mit im Boot. Ein Problem sei, dass zwar mehr Gruppen und Klassen kämen, allerdings weniger Nächte blieben.

Klika teilte noch mit, der Anschluss an die Fernwärme kostet das Haus Sudetenland 155000 Euro. Die Stadt gewährt einen Zuschuss von 50000 Euro (wir berichteten). Außerdem kommen Zuwendungen des Freistaates Bayern sowie Eigenmittel der Stadtbau und des Jugendförderungswerkes dazu.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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