Keine neue Schulbushaltestelle

Zangberg - Der Zangberger Gemeinderat kümmerte sich in letzten Sitzung vor allem um die Überquerung der St2091 durch Schüler der Grundschule, die westlich der Staatsstraße liegt.

Einmal mehr hatte sich der Zangberger Gemeinderat mit der Verkehrssituation in der Ortsmitte, am Dreieck der beiden Staatsstraßen 2091 Ampfing - Lohkirchen und 2354 Oberbergkirchen - Einmündung in der Ortsmitte von Zangberg, zu befassen. Insbesondere ging es in der letzten Sitzung um die Überquerung der St2091 durch Schüler der Grundschule, die westlich der Staatsstraße liegt, auf ihrem Weg von und zu den östlich gelegenen Siedlungen am Zelger Berg und Bergfeld.

Anlass für das Aufgreifen des Themas war ein Antrag auf Errichtung einer Schulbushaltestelle an der Einmündung der Straße "Am Klosterpark" in die Staatsstraße 2091. Durch die Einstellung des Schulweghelferdienstes sind die Schüler beim Überqueren der St 2091 in der Ortsmitte nun auf sich selbst angewiesen.

Bürgermeister Franz Märkl bedauerte, dass der Schulweghelferdienst nicht mehr zustande gekommen sei. Seit 1994, der Eröffnung der Grundschule neben der Mehrzweckhalle, hätten Mütter und Frauen in der Ortsmitte den Dienst verrichtet und den Schulkindern beim Überqueren der Straße geholfen. Nun aber haben die letzten Schulweghelferinnen ihren Dienst eingestellt, und neue hätten sich keine gefunden.

Dem Gemeinderat lag ein Antrag von Manfred Reindl vor, dass in Englhör an der Einfahrt nach Moosen eine Bushaltestelle eingerichtet werden sollte. Der Bürgermeister sagte, die Kurve sei zu unübersichtlich und es werde zu schnell gefahren, als dass ein gefahrloses Überqueren der Fahrbahn möglich wäre. Dies habe sich auch bei der Ortsbesichtigung mit Bürgermeister Alfred Lantenhammer, Schönberg, dem Schulbeauftragten der VG Oberbergkirchen, gezeigt. Eine zweite Möglichkeit wäre an der Abzweigung der Straße nach Emerkam. Aber auch hier ist das Überqueren der Fahrbahn zu gefährlich, worüber sich die Gemeinderatsmitglieder einig waren.

Gemeinderatsmitglied Werner Luft schlug eine Haltestelle in der Siedlung vor. Dazu sagte der Bürgermeister, dass für den Abstecher die Zeit zu knapp sei. Auch seien die Straßen zu eng und es sei durchaus möglich, dass der Schulbus wegen geparkter Autos nicht mehr durchkomme. Er glaube nicht, dass ein Busfahrer diesen Weg fahren würde.

Schließlich lehnte der Rat die Einrichtung einer Schulbushaltestelle an der Einmündung der Straße "Am Klosterpark" in die Staatsstraße 2091 oder an der Einfahrt der Kreisstraße von Moosen in die St 2091 einstimmig ab. Allerdings, so Werner Luft abschließend, bleibe das Problem der Überquerung der St 2091 in der Ortsmitte bestehen.

Ein weiterer Antrag lag dem Gemeinderat unter den Bauanträgen vor. Sebastian Rotter, ehemaliger Pächter des Ristorante Salento, möchte einen Verkaufswagen auf dem Dorfplatz aufstellen. Dazu erläuterte VG-Geschäftsstellenleiter Georg Obermaier, dass die Gemeinde Grundstückseigentümerin der dortigen Grundstücksflächen mit Stellplätzen, Grünflächen und unbebauten Grundstücken sei. Sofern der Verkaufswagen eine Größe von 75 Kubikmetern oder zehn Quadratmetern nicht überschreite, bestehe baurechtlich Verfahrensfreiheit. Die Gemeinderatsmitglieder waren sich darüber einig, dass noch genauere Angaben vom Antragsteller notwendig seien, vor allem an welchen Tagen und wie lange der Verkaufswagen stehen solle. Auch bestand Einigkeit darüber, dass der Wagen nicht dauerhaft stehen bleiben sollte.

Zum Schluss stellte Bürgermeister Märkl den Wettbewerb "familienfreundliche Gemeinde" vor. Ob sich Zangberg daran beteiligen wird, hängt davon ab, ob Liane Nunberger genügend Interessierte findet, die sich an einer Projektgrupe beteiligen wollen.

gth/Mühldorfer Anzeiger

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