Wohin mit der Basisstation?

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Ein bizarrer Vorschlag von Peter Hobmaier: die Basisstation am Kirchturm anbringen.

Neumarkt-St. Veit - Ein Turm von 40 Metern Höhe, der als Basisstation Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dient. Auf dem Grundstück des Hochbehälters der Stadt Mühldorf sollte dieser Mast entstehen.

Bereits in der Juli-Sitzung hatte sich der Neumarkter Stadtrat mit diesem Thema und zunächst nicht öffentlich mit dem Sachverhalt beschäftigt. Für Brisanz hatte dieses Bauvorhaben gesorgt, weil die Firma "telent" das Grundstück am Hochbehälter als bevorzugten Standort festgelegt hatte, jedoch vergaß, die Stadt Neumarkt darüber zu informieren. Diese war dann umso überraschter, als ihr das Vorhaben mitgeteilt worden sei, wie Bürgermeister Erwin Baumgartner nun in der Bauausschusssitzung mitgeteilt hat. In nichtöffentlicher Sitzung sei der Standort am Hochbehälter vom Stadtrat abgelehnt worden. Baumgartner brachte dazu in der Bauaauschusssitzung seinen persönlichen Einwand vor, weil er es oberhalb der Wasserversorgung als ungünstig erachte: bei einem Schaden am Mast, Baumgartner erwähnte sogar ein Umfallen des Mastes, könne damit unmittelbar auch die Wasserversorgung in Mitleidenschaft gezogen werden. Es gebe bei weitem günstigere Standorte. Solche hatte die Stadt dann auch vorgeschlagen, doch nachdem diese nicht den Zuspruch der Firma "telent" erhalten hatten, reichte die Stadt Neumarkt einen weiteren alternativen Standortvorschlag bei Straß nach. Ein Ergebnis sei noch ausstehend. Baumgartner erläuterte, dass eine Basisstation für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eine bessere Funkverbindung für Sicherheitskräfte, ob nun Feuerwehr, Polizei oder Sanitäter, bewerkstelligen würde.

Stadtrat Reinhard Fuchs gab zu bedenken, dass eine solche Station nicht allzu weit vom Stadtkern entfernt entstehen sollte. "Es wäre schlimm, wenn wir nun für das Versetzen dieser Basisstation plädieren und am Ende zwei bis drei Masten notwendig wären, um eine komplette Netzabdeckung zu erreichen."

Wenn auch naheliegend, aber dennoch bizarr, wirkte Peter Hobmaiers Vorschlag, doch die Höhe des Kirchturmes in St. Veit zu nutzen. "Wenn dieser nicht verschandelt wird, wäre der doch ideal", meinte Hobmaier und spielte darauf an, dass die Gerätschaften im Inneren des Turmes, für alle nicht sichtbar, installiert werden könnten. Jani widersprach unmittelbar danach, und zwar heftig: "Keine Chance. Der Turm schwingt, wenn die Glocken läuten." Eine saubere Übertragung von Daten könne deswegen nicht gewährleistet werden. Auf denkmalspezifische Vorgaben ging Jani erst gar nicht ein. je

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