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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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Ein Windrad für alle!

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Veit Nikolaus Hartsperger, Elfriede Zellner, Reinhard Fuchs und Stephan Mayer.

Neumarkt-St. Veit - Ein Vorreiter in Sachen Energiewende ist Reinhard Fuchs aus Frauenhaselbach. Wenn alles gut geht, könnte dank ihm Ende 2013 das erste Windrad im Landkreis Mühldorf in Betrieb genommen werden.

2,3 Megawatt Leistung soll das circa 140 Meter hohe Windrad haben, dass Reinhard Fuchs sich für seine Gemeinde Frauenhaselbach wünscht. Schon 2008 hatte er erste Überlegungen dafür, auch ein Standort war schnell auf seinem eigenen Grund gefunden. 

Der rote Punkt zeigt den geplanten Standort für das Windrad.

Heute versucht Fuchs gemeinsam mit der Unternehmensberatungsgesellschaft "bbv-LandSiedlung" das Projekt auf den Weg zu bringen. "Ich habe schnell gemerkt, dass ich es allein nicht finanzieren kann und private Investoren wollte ich nicht", erklärt der 35-Jährige. Bürgerbeteiigung steht für Fuchs im Vordergrund. "Wenn wir das O.k. für den Bau haben, werden wir eine Bürgergesellschaft gründen. Die Gewerbesteuer wird dann vor Ort abgeführt und die Wertschöpfung bleibt in der Region."

Bis es soweit ist, müssen Fuchs und die Verteter von "bbv-LandSiedlung" aber noch einige Hürden überwinden. "Wir haben einen Antrag an die Wehrbereichsverwaltung Süd geschickt. Es muss geprüft werden, ob der Standort im militärischen Tiefflugkorridor liegt", erklärt Elfriede Zellner von "bvv-LandSiedlung", die das Projekt gemeinsam mit Veit Nikolaus Hartsperger betreut. Nach der Überprüfung des Tiefflugkorridors muss ein Windgutachten erstellt, eine Umweltverträglichkeits- und Artenschutzprüfung sowie letztendlich ein Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden. "Wenn alles gut geht, kann das Windrad dann Ende 2013 ans Netz gehen", so Zellner.

Der von Fuchs ausgewählte Standort liegt circa einen Kilometer südwestlich von Frauenhaselbach auf seinem eigenen Flurstück. "Er ist optimal, denn bis auf zwei Anwohner sehen die übrigen nicht mal zum Windrad hin", meint Fuchs. Auch die Vorschriften bezüglich Schall - die Grenze liegt bei 45 Dezibel - und Schatten - 30 Minuten pro Tag oder 30 Stunden im Jahr - wären dort erfüllt.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro. Im Jahr soll das Windrad 4,3 Millionen Kilowatt Stunden Strom liefern. Stephan Mayer besuchte Fuchs im Rahmen des zweiten Teils seiner Energiereise. In Burghausen informierte sich der Bundestagsabgeordnete über das geplante OMV-Gaskraftwerk, in Gars besichtigte er die Baustelle eines zusätzlichen Kraftwerks im Verbund-Wasserkraftwerk.

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