UWG will Raser ausbremsen

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Auf 70 Stundenkilometer ist bereits beschränkt. Durch die Versetzung des Ortsschildes könnte aber an der Landshuter Straße eine Temporeduzierung auf 50 Sachen erreicht werden. Der Bauausschuss stellte sich einstimmig hinter den Antrag der UWG-Fraktion.

Neumarkt-St. Veit - Tempo 50 bis zu den Kreisverkehren - ginge es nach einem Antrag der UWG-Stadtratsfraktion, soll dies in Neumarkt-St. Veit so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Potenzielle Raser an der Bundesstraße 299 und an der Staatsstraße 2086 will man so ausbremsen.

Einen entsprechenden Antrag dazu hat die UWG an die Stadt gerichtet. Durch die Versetzung der Ortsdurchfahrtsschilder sollte die geforderte Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit machbar sein, so der Vorschlag der UWG. Sowohl in der Landshuter Straße (B299) als auch in der Ampfinger Straße (Staatsstraße 2086) bestehe die Möglichkeit dazu bis zu den jeweiligen Kreisverkehren, die im Zuge des Baus der Umgehungsstraße errichtet worden sind.

Wie die UWG in ihrem Antrag argumentiert, hätten die Bebauungen entlang der Landshuter Straße im neuen Gewerbegebiet bereits begonnen, "so dass demnächst eine fast geschlossene Bebauung vorhanden ist". Die Verlangsamung des Verkehrs wäre auch an den Ein- und Ausfahrten der Alten Teisinger Straße, bei Lidl und Penny sowie zum Gewerbegebiet von Vorteil, so die UWG weiter.

Das Versetzen des Ortsschildes an der Ampfinger Straße hatte UWG-Stadtrat Hermann Huber bereits vor einigen Monaten angeregt, gleichzeitig hatte er dafür plädiert, den Radweg von Brodfurth nach Neumarkt-St. Veit entsprechend zu verlängern. Eine Geschwindigkeitsreduzierung, wie nun gefordert, würde auf jeden Fall die Verkehrssituation für Radfahrer verbessern, so die Meinung der UWG in ihrem Antrag. Auch die Ausfahrten zum Skaterplatz und zur Rollhockeybahn würden sicherer, so die UWG.

Zur Verlängerung des Radweges meinte Bürgermeister Erwin Baumgartner, dass sich dazu aktuell eine gute Möglichkeit aufgetan habe. Er informierte darüber, dass Biogasanlagenbetreiber Felix Rauscheder eine Fernwärmeleitung zum Sportplatz verlegen plane. Im Zuge der dafür notwendigen Grabungsarbeiten könne man einen entsprechend geeigneten Unterbau wie Frostschutzkies aufbringen, um so die Voraussetzungen für einen Weg Richtung Neumarkt-St. Veit zu schaffen.

Mehr als ein Trampelpfad, wie ihn Baumgartner bezeichnete, sei allerdings nicht möglich. Begründung: Die Stadt müsste den Weg ohne Zuschüsse bauen, weil dessen Kosten unter der Bagatellgrenze von 50.000 Euro liegen würden. Außerdem müsste im Falle eines als Radweg gewidmeten Weges auch für eine Überquerungshilfe in Richtung Teising gesorgt werden, was ebenfalls mit Kosten verbunden sei.

Reinhard Fuchs (CSU) erinnerte daran, dass die CSU bereits 2006 einen Antrag auf Versetzung der Ortsschilder an der Landshuter Straße gestellt habe. "Damals ging das nicht, weil es an der Bebauung gefehlt hat", erinnerte er sich, "geht es jetzt?" Baumgartner erwiderte, dass dieses eben im Zuge des Antrages von den Fachbehörden geprüft werde.

Des Weiteren merkte Fuchs an, dass für ihn grundsätzliche Temporeduzierungen o.k. seien, "die Begrenzung auf 70 km/h würde mir aber schon reichen." Er könne sich nicht vorstellen, dass auf dieser kurzen Strecke zwischen Ortsschild und Kreisverkehr so rasch beschleunigt werden könne. "Dann stellen Sie sich mal dorthin", meinte dazu Baumgartner. Mit 8:0 stimmte der Ausschuss schließlich für die Versetzung der Ortsschilder.

je/Neumarkter Anzeiger

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