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Wertvolle Infos beim Praxistag

Wie zaubert man ein Drei-Gänge-Menü? Töginger Schüler kochen im Landgasthof

Schüler der Comenius-Schule lernen beim Praxistag im Gasthaus Eder den Alltag in der Gastronomie kennen
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Während Tanja und Leon (links) kochten, bereiteten Melissa, Mina und Zoe (rechts) fachmännisch den Mittagstisch vor und lernten das ausgeklügelte Catering-System in Habersam kennen.

Wie schaut der Berufsalltag eines Kochs aus? Wie plant man ein Drei-Gänge-Menü? Wie wird ein Mittagstisch ansprechend dekoriert? Das waren auch Fragen, denen Schüler der Töginger Comenius-Schule auf den Grund gingen.

Lohkirchen - Beim Landgasthof Eder durften 17 Achtklässler der Comenius-Schule aus Töging einen Tag hospitieren. Die Schüler des berufsorientierenden Zweiges „Ernährung und Soziales“ blickten dabei unter dem Motto “Gastronomie macht Schule“ hinter die Kulissen des Betriebs. Aufgeteilt auf mehrere Tage, damit jeder die Möglichkeit hatte, sich umfassend einzubringen, kochte ein Teil der Schüler ein dreigängiges Menü, während die anderen nicht nur den Mittagstisch dekorierten, sondern beispielsweise auch lernten, wie man die Bestellungen elektronisch richtig einbucht. Unterstützt von der Regierung von Oberbayern fand das Projekt nun schon zum dritten Mal in Habersam statt.

Fachlehrerin Brigitte Simmel ist überzeugt, dass so ein Projekttag für die Kinder schon eine gute Vorbereitung auf die Abschlussarbeit im kommenden Jahr ist:  “Wir haben das etwa zwei Wochen vorbereitet. Die Schüler mussten sich selbst im Internet informieren und sich dann für Küche oder Service entscheiden”, so die Pädagogin. Schließlich lernen ihre Schützlinge auf diese Weise eine andere Perspektive auf die Gastronomie kennen.

Zurück im Klassenzimmer muss jeder dann den Mitschülern seine ganz persönlichen Eindrücke in Form einer Präsentation schildern. Auch die Projektmappe wird benotet. “Das ist mal ein pädagogisches Konzept, das nicht nur hypothetisch funktioniert”, erklärte auch Klassenleiter Christian Scherff, der die Schüler zusammen mit der Fachlehrerin bei diesem Projekttag begleitete. Bei der Abschlussarbeit im kommenden Jahr müssen die Schüler dann eine Woche lang alleine in einem Betrieb klarkommen.

Schüler können die gesamte Produktionskette mitverfolgen

Dass ihnen der Landgasthof eine umfassende Erfahrung bieten kann, wurde den Schülern bereits klar, als sie Robert Eder über das Gelände seines Betriebs führte. Denn nicht in jedem Wirtsbetrieb liegt die gesamte Produktionskette von der Landwirtschaft samt Weidebetrieb über eine hauseigene Metzgerei, bis hin zu den Lager- und Kühlanlagen, so nah beieinander.

Schüler der Comenius-Schule lernten beim Projekttag im Gasthaus Eder auch, wie man einen Mittagstisch ansprechend dekoriert.

Ebenso interessant und lehrreich war es aber auch, zu lernen, wieviel Vorbereitung hinter einem gelungenen Catering steckt. Logistik, Planung und Einkauf sind jedenfalls auch für einen so gut ausgestatteten Betrieb wichtig: “Die Kürbisse für die Suppe stammen aus Aidenbach”, erklärte Helene Eder beim gemeinsamen Mittagessen. Die Chefin legt, genau wie ihr Mann, sehr viel Wert auf die Regionalität der verwendeten Biolebensmittel.

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Dass Hygiene in der Gastronomie besonders wichtig ist, erfuhren die Jungs und Mädchen schon beim Anlegen der Berufskleidung. Unter Anleitung der Profis zauberten die einen dann in der Küche ein Drei-Gänge-Menü, während die anderen im Service die festliche Tafel deckten, Blumenschmuck und zur Jahreszeit passende Tischdekoration anfertigen, Servietten falteten und die Grundlagen des Servierens lernten.

Schüler haben den Spaß an der Arbeit erfahren können

„Es ist wirklich vorzüglich!”, lobte auch Schulleiter Manfred Putz, der sich das Mittagessen nicht entgehen ließ.  Ihn freut besonders, dass die Schüler den Spaß an der Arbeit eines Kochs beziehungsweise einer Köchin besser erfahren können und dass ein guter Restaurantfachmann dort auch seine Kreativität ausleben kann.

Wie von den Schülern zu erfahren war, ziehen einige von ihnen nach diesem Praktikumstag eine spätere Ausbildung in dem Bereich durchaus in die engere Wahl.

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