Baugenehmigung notwendig

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Aus Wasserleitungsrohren wurden die Rahmen gefertigt, in denen, wie hier bei der Orsteinfahrt in Küham, künftig die Werbebanner für die Heimspiele des SV Weidenbach aufgehängt werden sollen.

Heldenstein – Der Wunsch des SV Weidenbach, an den Ortseingängen mit Werbebannern die Heimspiele der Fußballer anzukündigen, beschäftigte den Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag.

Nachdem die Fußballabteilung einen Sponsor für vier entsprechende, jeweils drei Quadratmeter große Werbebanner gefunden hatte, sollten diese an den Ortseingängen bei Küham, Harting, am Schellenberg, sowie aus Richtung Lauterbach aufgestellt werden. Zur Befestigung sind fest montierte Rahmen aus Wasserleitungsrohren vorgesehen. Vor Heimspielen sollen dort also künftig von Donnerstag bis Sonntag, beziehungsweise von Mittwoch bis Samstag die Banner befestigt werden. Neben dem Hinweis auf das jeweilige Spiel tragen die Banner auch die Werbung für eine Brauerei.

Gespräche der Gemeindeverwaltung mit dem Landratsamt hatten ergeben, dass für die Aufstellung der Banner offenbar eine baurechtliche Genehmigung erforderlich ist. Da die Banner wiederkehrend verwendet werden, fällt deren Verwendung demzufolge nicht unter die genehmigungsfreie Frist von zwei Monaten.

Die Angelegenheit wurde nun dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt. Einigkeit bestand bei den Gemeinderäten darin, dass dem Sportverein die Nutzung der Banner ermöglicht werden sollte. Unterschiedliche Vorstellungen waren aber zu den Standorten und der Anzahl der Werbeanlagen vorhanden.

Bürgermeister Helmut Kirmeier (CSU) hätte es bevorzugt, lediglich in Küham und direkt am Zaun des Sportplatzes die Banner anzubringen. Gemeinderat Georg Stöckl (UWG), der sich selbst seit vielen Jahren für die Belange der Fußballabteilung einsetzt, warb für das Anliegen des Sportvereins und bot gleichzeitig auch anderen Vereinen an, die Stahlrahmen auch für Hinweise auf deren Veranstaltungen nutzen zu können. Als Beispiele nannte er das Starkbierfest des Musikvereins oder die Steckerlfischpartie der Feuerwehr.

Siegfried Höpfinger (CSU) zeigte zwar auch Verständnis für das Anliegen des Sportvereins, gab aber zu Bedenken, dass diese Anlagen nicht gerade zur Verschönerung des Ortsbildes beitragen würden. Gerade an der Lauterbacher Straße würde der geplante Standort an einem Privatanwesen mit der bevorstehenden Dorferneuerung auf Höhe des Alten Wirtes kollidieren.

Franz Eyner (WEW) schlug vor, auf den Standort an der Lauterbacher Straße zu verzichten und dafür einen Standort in Weidenbach zu suchen, zumal der Sportverein ehemals in Weidenbach gegründet wurde und den Namen des Ortsteils trägt. Mehrere Gemeinderäte fanden an diesem Vorschlag durchaus Gefallen. Georg Kamhuber (CSU) schlug zudem vor, die Aufstellung der Werbeanlagen zunächst zeitlich zu befristen. Er regte auch an, die Rahmen für die Banner so zu befestigen, dass man sie bei längerer Nichtnutzung entfernen kann.

Letztlich lagen zwei Beschlussvorschläge vor, die beide darauf abzielten, dass die Aufstellung an den Standorten einer baurechtlichen Genehmigung zuzuführen ist. Die erforderlichen Bauanträge sind demnach vom SV Weidenbach über die Gemeinde einzureichen. Mit 7:6 Stimmen votierten die Gemeinderäte am Ende knapp für den Vorschlag des SV Weidenbach, die Anlagen an den vier Ortseingängen aufzustellen. Der Alternativvorschlag von Franz Eyner einen Banner in Weidenbach aufzustellen wurde daher abgelehnt.

jhg/Mühldorfer Anzeiger

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