Gremium will gesamtes Gebäude mittels alternativer Energien heizen

Welche Heizung für die Kinderkrippe?

Lohkirchen - Im Zuge des Anbaus einer Kinderkrippe an den bestehenden Kindergarten diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Austausch der Heizung im Kindergarten.

Eine genaue Ermittlung des Heizbedarfs hatte ergeben, dass der vorhandende Kessel gerade eben auch für das Beheizen des geplanten Anbaus ausreichen würde.

Zwar sei die bestehende Heizanlage bisher laut Bürgermeister Konrad Sedlmeier ohne Störungen gelaufen. Wegen ihres Alters von mittlerweile 16 Jahren und der hohen Zuwendungen beim Krippenanbau, sollte man aber durchaus über einen Neuerwerb nachdenken.

Auf den Einsatz erneuerbarer Energien könne die Gemeinde verzichten, wenn die Anforderungen um mehr als 15 Prozent überschritten würden. Dies wäre bei den Außenwänden und den Fenstern der Fall, die Fußbodendämmung müsste, um die Vorgaben einhalten zu können, stärker als geplant ausgebildet werden.

Eine alternativ diskutierte neue Hackschnitzel- oder Pelletsheizung würde sich wegen der durchzuführenden Kontrollen durch den Gemeindearbeiter und den dadurch entstehenden Mehrkosten nicht rechnen, zudem sei dieser stundenmäßig bereits voll ausgelastet. Auch eine Erdwärmeanlage käme aus Kostengründen nicht in Frage ebenso wie auch der Betrieb einer eigenen Nah-/Fernwärmeanlage.

Gemeinderatsmitglied Reinhard Retzer regte jedoch die Errichtung einer Hackschnitzelheizung an, wie sie die Gemeinde Niederbergkirchen für die öffentlichen und kirchlichen Gebäude betreibe, und schlug die Besichtigung der Anlage in der Nachbargemeinde vor. Dort übernehme ein Landwirt die Ver- und Entsorgung, die Abrechnung erfolge über die verbrauchte Wärmemenge. Errichtet werden konnte die Anlage in Niederbergkirchen mithilfe von hohen Zuschüssen seitens des Ordinariates.

Mehrere Mitglieder des Gremiums sprachen sich daraufhin für eine Heizung mittels alternativer Energien aus, die jedoch keine Einzellösung für den Kindergarten, sondern eine Heizmöglichkeit für sämtliche gemeindlichen Gebäude darstellen solle.

Mit 6:1 Stimmen wurde die Ausschreibung der Arbeiten für Heizungs- und Sanitärinstallationen mit der alternativen Einbeziehung eines neuen Heizungsofens beschlossen. Eine Entscheidung über den Erwerb ließ der Gemeinderat aber noch offen.

Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten beim Anbau der Kinderkrippe wurden an die ortsansässige Firma Zimmerei Georg Aimer als wirtschaftlichsten Anbieter vergeben, die Angebotssumme beläuft sich auf 29900 Euro.

Mit den Baumeisterarbeiten wird die Firma Bauunternehmen Rembeck aus Massing beauftragt, wobei sich die Angebotssumme auf knapp 82000 Euro beläuft.

edi/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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