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DSL für über 400 Haushalte

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Oberbergkirchen/Neumarkt-St. Veit – „Ein schneller Internetanschluss ist mittlerweile unverzichtbar," meint Bürgermeister Michael Hausperger. Deshalb wird Oberbergkirchen jetzt mit der neuesten Technik ausgestattet.

Oberbergkirchen/Neumarkt-St. Veit - "Ein schneller Internetanschluss ist mittlerweile unverzichtbar, deshalb ist das ein wichtiger Schritt in die Zukunft von Oberbergkirchen", sagt Bürgermeister Michael Hausperger. Die Telekom hat das Datennetz im Oberbergkirchener Ortskern und im Ortsteil Loipfing mit der neuesten Technik ausgestattet. Über 400 Haushalte können jetzt dank DSL schneller im Internet surfen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen.

Je nachdem wie weit die Nutzer vom Schaltgehäuse entfernt wohnen, erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 16000 Kilobit pro Sekunde. Die Anschlüsse können ab sofort gebucht werden, heißt es in einer Pressemiteilung der Telekom. 2009 hatte die Gemeinde die Telekom mit dem Ausbau der Datenautobahn beauftragt. Weil sich der Ausbau nicht wirtschaftlich realisieren ließ, beteiligt sich Oberbergkirchen an den Investitionen.

"Die Telekom treibt den DSL-Ausbau auf dem Land seit Jahren mit allen Kräften voran", sagt die Telekom-Pressesprecherin Cordelia Hiller. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer. "Eine gewaltige Leistung für ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen, wenn man bedenkt, dass das Verlegen eines einzigen Kilometers Glasfaserkabel bis zu 50000 Euro kostet", erklärt Hiller.

Glasfaser in Oberbergkirchen

Um im Oberbergkirchener Ortskern und im Ortsteil Loipfing den Datenverkehr ungehindert fließen zu lassen, wurden bis tief in den Ort hinein Glasfaser-Leitungen verlegt. Auf ihnen können die Daten nun rasend schnell per Lichtwellen übertragen werden, heißt es abschließend von der Telekom.

Während also in Oberbergkirchen das schnelle Internet bald schon salonfähig sein wird, können die Bewohner des Neumarkter Nordens davon nur träumen. Zwar hat sich der Stadtrat bereits für die Technologie von Mvox ausgesprochen und will damit auch von der Kooperationsbereitschaft der Partnergemeinden Massing und Gangkofen profitieren. Doch wann damit die Außenbereiche mit Breitband versorgt werden, ist noch unklar. Zumal Bürgermeister Erwin Baumgartner auch die Digitale Dividende ins Spiel gebracht hat. In einem Brief an die Stadträte meinte er zu dieser Technologie, die Rundfunkfrequenzen nutzt: "Wir sollten dies jedenfalls nochmals berücksichtigen, bevor wir einen Auftrag erteilen." Derzeit wartet die Stadt, so Baumgartner auf Nachfrage, ein neues Angebot von Mvox ab.

Für Reinhard Fuchs, Neumarkter CSU-Stadtrat und Verfechter des schnellen Internets im Außenbereich, wirft die Alternative mit der Digitalen Dividende Fragen auf: "Bis wann könnten wir mit der Erschließung durch diese Technik in Neumarkt und Umgebung rechnen? Welche Abdeckung haben wir dann?Was wird es den einzelnen Bürger kosten?"

Fuchs: Mvox-Lösung ist "akzeptabel"

Für ihn stellt sich bei der Digitalen Divende ein Problem dar: "Diese nutzt die ehemaligen Rundfunkfrequenzen. Rundfunk heißt, ein Sender und viele Empfänger. Für das Internet muss man jedoch Senden und Empfangen." Bei einem Modellprojekt in Schnaitsee, so Fuchs, empfangen Kunden die Daten vom Fernsehmast und versenden über das UMTS-Netz. "UMTS ist aber in den umliegenden Dörfern von Neumarkt nicht verfügbar." Er glaubt nicht, dass man dieses Problem technisch innerhalb eines halben Jahres lösen kann.

Zudem gibt er zu bedenken, dass in der ersten Ausbaustufe der digitalen Dividende die Gemeinden unter 5000 Einwohnern bedient werden. "Hier wäre die Gemeinde Neumarkt-St. Veit nicht dabei."

Sein Fazit: "Der Ausbau mit Mvox stellt keine endgültige Lösung dar. Schon heute ist klar, dass der Bedarf an Bandbreite weiter steigen wird und dieser mit der Mvox-Lösung zukünftig nicht abgedeckt werden kann. Die Lösung mit Mvox stellt dennoch augenblicklich eine akzeptable Lösung dar, die schnell umgesetzt werden kann." Nach wie vor optimale Lösung wäre aber laut Fuchs das Verlegen von Leerrohren für die spätere Erschließung mit Glasfaser.

Etwas Schärfe hat zuletzt Emil Steinbach (UWG) in die Diskussion um Breitband gebracht, in dem er gegenüber Fuchs polemisierte: "Die vorerst beste Lösung wäre, dass Ihr Breitbandunterversorgte in der Stadt einen Büroraum mietet, Eure PC reinstellt mit Internetanschluss, Euch die Kosten teilt, abwartet bis die Technik so weit ist. Ihr spart der Stadt eine Menge Geld. Das ist bestimmt der beste Weg. Geduld und Augenmaß ist hier gefragt."

je

Rubriklistenbild: © dpa

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