Mit dem Rad über die Alpen

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Meschio-Präsident Ricardo Manfé gibt über Megafon Anweisungen an seine Radlergruppe weiter.

Neumarkt-St. Veit – 480 Kilometer beträgt die Distanz zwischen den beiden Partnerstädten Neumarkt-St. Veit und Caneva. Doch den Radrennfahrern von „Gruppo Cicloturistico Meschio“, einem Radfahrverein aus Caneva, ist kein Weg zu weit.

73 Fahrer hatten sich am Mittwoch in Italien aufgemacht, am Samstag schließlich kamen sie in Neumarkt an.

Nicht zum ersten Mal, dass sich die Rennradsportler aus dem Friaul nach Bayern aufgemacht haben. Zum zehnten Mal wurde die Radfernfahrt mit tatkräftiger Unterstützung des Freundeskreises Caneva aus Neumarkt ausgetragen. Und die 73 Radfahrer - darunter auch drei Damen - kamen nicht allein. Weitere Freunde aus Caneva folgten den Radlern mit dem Bus, insgesamt 125 Leute aus der Partnerstadt nutzten somit die Gelegenheit, wieder einmal ihre Bekannten in Neumarkt zu treffen.

Gipfeltreffen der sportlichen Art: Canevas Bürgermeister Andrea Gava (links) wird in Erharting von Neumarkts Stadtoberhaupt Erwin Baumgartner begrüßt. Zusammen radelten sie die Etappe bis Neumarkt.

Mit dabei auch der neue Bürgermeister aus Caneva, Andrea Attilio Gava, der erst vor sechs Wochen zum neuen Gemeindeoberhaupt Canevas gewählt worden ist. Ein sportlicher Bürgermeister, der es nicht versäumte, auch selbst in die Pedale zu treten. Doch beim ersten Gipfeltreffen der beiden Bürgermeister aus Caneva und Neumarkt-St. Veit wollte sich Bürgermeister Erwin Baumgartner sportlich natürlich keine Blöße geben und empfing im Radler-Trikot zusammen mit weiteren 20 Fahrern von "Frisch auf" Neumarkt den neuen Bürgermeister in Erharting.

Über Megafon gab schließlich Meschio-Präsident Ricardo Manfé Anweisungen an seine Truppe weiter, ehe sich die Fahrt fortsetzte. Für Manfé nicht aber, ohne den Spruch der Neumarkter Radlfreunde zu skandieren: Nach einem dreifachen, italienisch akzentuierten, "Frisch auf" ging es zusammen mit den knapp 100 Radrennfahrer auf die letzte knapp 20 Kilometer lange Etappe nach Neumarkt-St. Veit.

In Neumarkt empfing der Freundeskreis die Italiener auf dem Stadtplatz. Standesgemäß bayerisch-gemütlich genossen sie den Samstagabend auf dem Volksfest in Gangkofen. Gestern stand noch ein Besuch der Landeshauptstadt München auf dem Programm - inklusive dem Hofbräuhaus - auf dem Programm, bevor heute der wehmütige Abschied und die Heimfahrt wieder Richtung Heimat erfolgte.

je/Mühldorfer Anzeiger

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