Tolle Schau der Modellflieger

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Egglkofen - Auf dem Modellflugplatz des Modellflugvereins Egglkofen herrschte am Wochenende Hochbetrieb. ++Video++ 

Zur Teilnahme am sechsten Treffen für klassische Oldtimer und Warbirds hatten sich insgesamt 45 Piloten mit ihren Fluggeräten aus dem In- und Ausland angemeldet. Nach Ansicht des MFC-Vorstands Roman Hackner dürften es sogar noch mehr Teilnehmer gewesen sein, weil viele Piloten ohne Voranmeldung angereist seien. An beiden Tagen nutzen die Piloten die Gelegenheit, um mit ihren zum Großteil im Maßstab verkleinert gefertigten Fluggeräte ihre Flugkünste zu zeigen, sowohl im Einzelflug als auch in der Gruppe. Tolle Loopings waren dabei ebenso zu bestaunen wie waghalsige Tiefflüge und spektakuläre Spiralen. Alle Darbietungen wurden von den anwesenden Piloten aufmerksam verfolgt und am Ende wurde nicht mit dem verdienten Beifall gespart.

Internationaler Modellflugtag

Besonders schwierig war die Landung der Flugzeuge, die aber von fast allen Piloten bravourös gemeistert wurde. Pech hatte dagegen ein Pilot, dessen "Mickey Mouse" neben der Landebahn aufsetzte und schwer beschädigt wurde. Sehenwerte Fluggeräte waren die einmotorige Bearcat F8F von Paul Heilmeier aus Aßling. Dieser hatte sein Fluggerät mit einem leistungsstarken Stermotor ausgestattet und bereits auf Flugtagen in Italien, Österreich und Bayern vorgeführt. Oder die P40 von Detlef Kunkel aus Dachau. Dieser hatte an seiner Maschine, die im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam, rund 2000 Stunden gearbeitet. Der frühere MFC-Vorstand Christian Göttinger führte eine P47 vor. Die Maschine ist zehn Jahre alt und hat eine Spannweite von stolzen 2,43 Metern. Mit dem 18 Kilogramm schweren Fluggerät war er bereits bei der Europameisterschaft am Start und hatte den dritten Platz belegt.

Die größte Spannweite hatte aber mit 3,25 Metern die Messerschmitt 110 von Wolfgang Vilsmeier aus Maitenbeth, der für die MBC Aßling an den Start ging. Erstmals in Egglkofen dabei war Andreas Stinged aus Linz. Volle drei Jahre hat er an seinem nachgebauten Düsenjet F16 gearbeitet. 300 Stundenkilometer kann das Gerät leisten und war damit Tagesschnellster. Nur unwesentlich langsamer war Andreas Lintner aus Bozen in Südtirol, dessen Düsenjet SU27 es immerhin auf 240 Stundenkilometer bringen kann. Viel beachtet wurde auch die Focke Wulf FW190 von Franz Schimpf aus Wasserburg mit ihrer Spannweite von 2,84 Metern und einem Abluggewicht von 22 Kilogramm. Ein Jahr lang hat er daran gearbeitet.

Viel bestaunt auch die Focker DR1, ein Dreifachdecker, mit der einst der "rote Baron" Manfred von Richthofen Geschichte geschrieben hat. Oder die Focke Wulf 190 A5 von Christian Lang mit einer Spannweite von 1,80 Metern. Andreas Lintner aus Bozen hatte auch seinen Sohn Dominik mitgebracht, der eine Suchei 29 A mit einem 3-M-Mintor-Motor auf Reisen schickte. Nach dem freien Flugbetrieb, der am Samstag bis in die späten Nachmittagsstunden anhielt, saßen die teilweise schon am Freitag angereisten Piloten noch lange in geselliger Runde beisammen und ließen sich das gegrillte Spanferkel schmecken. Am Sonntag begann der Flugbetrieb um 10 Uhr. Die Mitglieder des Modellflugvereins Egglkofen kümmerten sich an beiden Tagen um das leibliche Wohl der vielen Besucher, die zum Teil einen weiten Anreiseweg nach Tegernbach auf sich genommen hatten.

lh/Mühldorfer Anzeiger 

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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