Tempo 30 für ein ganzes Viertel beschlossen

Zangberg - Ein lange gehegter Wunsch von Anliegern an Straßen im Unteren Feld erfüllt sich: Im ganzen Viertel kommt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.

Der Gemeinderat befürwortete in seiner letzten Sitzung die Einrichtung einer Tempo-30-Zone.

Zum Antrag auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone in den Straßen Atzginger Straße, Johann-Sebastian-Bach-Straße, Riedlstraße, Joseph-Haydn-Straße, Beethovenstraße, Franz-Schubert-Straße, Richard-Wagner-Straße, Mozartstraße, Mitterbachweg, Am Anger, Oberanger und Angerbogen ist in der Gemeinde eine Unterschriftenliste mit 69 Unterschriften eingegangen, eine davon jedoch aus einer anderen Siedlung, teilte Bürgermeister Franz Märkl zur Eröffnung dieses Tagesordnungspunktes mit. Der Bürgermeister sagte dazu, dass ein solcher Antrag nicht zum ersten Mal eingegangen sei. Er habe das Thema auch in der Bürgerversammlung aufgegriffen.

Früher hätten Tempo-30-Zonen nur eingerichtet werden können, wenn bauliche Veränderungen vorgenommen worden seien. Deshalb seien solche Anträge immer wieder zurückgestellt worden, so Märkl. Heutzutage sei dies nicht mehr erforderlich.

Ein Ortstermin mit der Polizei hat ergeben, dass die Einrichtung einer Tempo-30-Zone grundsätzlich möglich ist. Bei der Atzginger-Straße jedoch handle es sich um eine Vorfahrtsstraße mit Durchgangsverkehr. Sie könne somit nicht in die Zone aufgenommen werden.

Der Gemeinderat nahm den mit der Polizei ausgearbeiteten Beschilderungsvorschlag zur Kenntnis. Die Schilder sollen nur an den Einfahrtsstraßen zum Unteren Feld angebracht werden, am Mitterbachweg, an der Mozartstraße und an jeder Abzweigung von der Atzginger Straße.

Bei Geschwindigkeitsmessungen mit dem Livetake-Messgerät seien keine größeren Ausreißer nach oben festgestellt worden. Allerdings, so Märkl weiter, seien diese Geräte auch gut zu erkennen, "so dass die meisten Verkehrsteilnehmer rechtzeitig herunterbremsen". Radargeräte seien unauffälliger und würden dazu führen, dass Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt werden.

In der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, an welchen Straßen überhaupt mit Tempo 50 gefahren werden kann. Vermutlich werde sich an den derzeit gefahrenen Geschwindigkeiten nicht viel ändern, so die einhellige Meinung. Bei Einführung der Tempo-30-Zone soll jedoch kontrolliert werden.

Zum Tagesordnungspunkt Asphaltierung der Einfahrten in Moosen und Weiher sagte Bürgermeister Märkl, dies habe sich schon erledigt. Die Arbeiten seien am Tag der Sitzung von der Firma Martin Schwarzenbeck in Gars im Auftrag des Landkreises ausgeführt worden. An der Einfahrt nach Weiher wäre eine einfache Oberflächenbehandlung nicht stabil genug gewesen und in Moosen habe die Einfahrt aufgekiest werden müssen, weil sie zu steil war.

Die Arbeiten wurden kostengünstig im Zuge der Asphaltierung im Bereich der Brücke in Moosen im Auftrag des Landkreises ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 4000 Euro und werden nach Aufmaß abgerechnet.

Weitere Straßenbaumaßnahmen sind in Weiher auf 50 Meter Länge und in Unterkiefering auf 20 Meter notwendig. An beiden Straßenabschnitten ist der Unterbau nicht tragfähig, vor allem wenn im Frühjahr der Frost weicht.

Deshalb soll der Unterbau in 70 Zentimetern Tiefe mit Vlies, Schotter, Frostschutzkies und Brechkies saniert werden, bevor die doppelte Oberflächenbehandlung aufgebracht wird. Der Auftrag zu etwa 5000 Euro geht an die Firma Gebrüder Mittermeier aus Ampfing als günstigste Anbieterin.

gth/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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