Neuer Rekord fürs Guinnessbuch

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Der Deggendorfer Mano Ezoh dirigierte in der Münchener Olympiahalle den weltgrößten Gospelchor und schaffte damit den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

Egglkofen/München - Sie haben es geschafft: 1198 Sängerinnen und Sänger, darunter Tamara Grinzinger aus Egglkofen, haben einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Vor 6000 Zuhörern stand Tamara Grinzinger zusammen mit dem nigerianischen Sänger Mano Ezoh auf der Bühne.

Tamara Grinzinger (links, mit Chor-Sängerin Sonja Anzer) vor dem großen Moment in der Olympiahalle.

"Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn", auch zwei Tage nach dem Weltrekordversuch ringt Tamara Grinzinger noch nach den richtigen Worten. Die Stimme klingt heiser, Nachwirkungen von der Party danach, nachdem feststand, dass der weltgrößte Chor den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hatte.

1198 Personen waren es, die in der Olympiahalle in München den Song "Hold on", aus der Feder des nigerianischen Gospelsängers Mano Ezoh, angestimmt hatten, rhythmisch klatschend, im Takt hin und her bewegend.

"18 Offizielle in schwarzen Anzügen beobachteten uns, kontrollierten, ob auch jedes Chormitglied wirklich mitsingt", erzählt Tamara Grinzinger. Entsprechend aufgeregt sei auch sie gewesen, zumal sie noch nie in ihrem Leben zuvor vor einem einem so großen Publikum gesungen habe. "Das wird wohl einmalig bleiben."

Ein Jahr lang hatte der größte Gospelchor der Welt auf dieses Großereignis hingeprobt, das am Samstag im Olympiastadion über die Bühne ging. Zahlreiche Workshops und Proben lagen hinter den Sängern. "Doch ob es dann letztendlich auch die für den Weltrekord erforderlichen 1000 Leute sein würden, war selbst zu Beginn des Konzertes nicht klar.

Schließlich konnte ja auch noch der ein oder andere krank werden oder es sich Leute am Ende anders überlegt haben", beschreibt Grinzinger die aufregenden Stunden im Oval der Münchener Olympiaanlage. Spannung pur also, als am Ende des Konzertes - der Chor hatte noch die "Rivers Of Babylon" intoniert - Christian Teufel vom Verlag des Guinnessbuches auf die Bühne kam, um das Ergebnis des Weltrekordversuches preiszugeben: 1198 Sänger wurdne gezählt - das hieß Weltrekord!

"Was folgte war unglaublich: Konfettiregen, Glitzer, frenetischer Beifall, Jubel", die 33-jährige Mutter zweier Kinder aus Egglkofen ist immer noch überwältigt: "Es war unglaublich." Und es werde wohl auch noch eine gewisse Zeit lang dauern, bis sie dieses Ereignis verarbeitet haben werde, sagt sie. Natürlich sei sie gleich nach dem Konzert zu Mano Ezoh hingegangen und habe ihm gratuliert.

"Er war total sprachlos. Ich schätze, auch er muss das Ganze erst einmal noch verdauen." So wie sie selbst auch die Erlebnisse vom Samstag erst einmal verarbeiten müsse, sagt sie.

Immerhin ist jetzt erst einmal eine kleine Gesangspause für die 33-jährige Sopranistin angesagt, die Mitglied des "Familiy-Chores" von Mano Ezoh ist. Erst am 6. November trifft man sich wieder mit der Chor-Familie um Mano Ezoh zur Probe. Bis dahin wird sich dann auch ihre Stimme wieder erholt haben, krächzt sie.

Mühldorfer Anzeiger

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