Stadtrat berät über Breitband

Neumarkt-St. Veit - Auch die Bürger im Außenbereich der Rottstadt wünschen sich eine Breitbandversorgung. Doch die bisherigen Vorschläge scheiterten an den Kosten.

Der Plan der Bundesregierung, dass das schnelle Internet jeden Haushalt in Deutschland erreicht, ist auch der sehnliche Wunsch vieler Bürger im Außenbereich der Rottstadt. Viele Möglichkeiten der Breitbandversorgung auf dem Land wurden bereits im Stadtrat vorgeschlagen und wieder verworfen, weil sie an den Kosten scheiterten und auch die nötige Kenntnis über die Vorgehensweise fehlte.

Nach dem Beschluss des Finanz- und Verwaltungsausschusses vom August 2012 hatte das Büro "Corwese" die Versorgungsuntersuchung und Infrastrukturanalyse der Verwaltung Ende Oktober vorgestellt. In der Novembersitzung nun erläuterte Paul Roither von der beauftragten Firma dem Stadtrat die aktuelle Versorgungssituation und unterbreitete genaue Vorschläge zur Verbesserung der Breitbandsituation für das ländliche Gebiet und die Stadt.

Anhand des vorhandenen Telefonnetzes, der Telefonhauptkabelstruktur und bereits verlegter Glasfaserkabel in der Umgebung betonte der Referent die Probleme, die wegen der weiten Entfernungen vom Stadtgebiet für die Ortsteile Wiesbach, Oberwiesbach, Elsenbach, Hörbering und Thambach entstehen. Roither konnte auch die einzelnen Internetanbieter vorstellen und vergleichen. Die Unterschiede von kabelgebundenen oder funkgebundenen Verbindungen zeigte er auf. Er unterbreitete Vorschläge für den Ausbau des Netzes in einzelne Ortsteile, listete dazu die hohen Kosten auf, wies auf zu erwartende Zuschüsse hin und fügte hinzu: "Vorausgesetzt Sie finden dafür einen Kabelanbieter".

Nachdem der Referent auch noch einzelne Fragen der Stadträte beantwortet hatte, befand der Fraktionssprecher der CSU, Max Heimerl, dass jetzt "nach einem Fahrplan Schritt für Schritt die Breitbandversorgung" angegangen werden könne. Allerdings wird der Ausbau wohl doch wegen der Kosten eine sehr lange Zeit in Anspruch nehmen.

Stadtrat erteilte Auftrag an Straßenbaufirma

In der gleichen Sitzung genehmigte der Stadtrat nachträglich einstimmig ein Eilgeschäft. Das Staatliche Bauamt Rosenheim hatte im September die Stadt darauf hingewiesen, dass sie vereinbarungsgemäß zum Gewerbegebiet Rottfeld eine Linksabbiegerspur zu erstellen habe. Im Rahmen der gerade stattfindenden Sanierung der Staatsstraße konnte diese Maßnahme nicht erledigt werden. Da aber die dort gerade tätige Straßenbaufirma Streicher das deutlich günstigste Angebot in Höhe von 53319,71 brutto abgegeben hatte, wurde ihr der Auftrag erteilt.

Zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungs- und Grünordnungsplanes "Mayerhof" behandelte der Stadtrat die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und beschloss ihn einschließlich der redaktionellen Änderung als Satzung. Die Beschlüsse wurden alle einstimmig gefasst, hatte doch der Bau- und Umweltausschuss nach eingehender Beratung diese Beschlüsse empfohlen.

nz/Neumarkter Anzeiger

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