Eine Straße ohne Schlaglöcher

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Geben die sanierte Straße offiziell für den Verkehr frei: stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Umweltminister Dr. Marcel Huber, die Bürgermeister Thomas Einwang und Michael Hausperger, Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, Stefan Siutz von der Baufirma und Claus-Peter Olk vom Staatlichen Bauamt Rosenheim.

Oberbergkirchen – Die Schlaglöcher auf der Staatsstraße 2086 zwischen Oberbergkirchen und Ranoldsberg gehören der Vergangenheit an. Gestern wurde die Straße offiziell freigegeben.

Die Freude von Bürgermeister Michael Hausperger war nicht zu übersehen. Und er hatte auch allen Grund dazu: Denn nach langem Tauziehen ist die Staatsstraße 2086 zwischen Oberbergkirchen und Ranoldsberg endlich saniert worden.

Die Wünsche im Straßenbau der Gemeinde Oberbergkirchen sind überschaubar: Eine Ortsumfahrung für Oberbergkirchen, eine Umfahrung für Bichling. Beides ist nie verwirklicht worden. Um so mehr war es ein Herzenswunsch, dass wenigstens die Straßen in Ordnung sind. Doch auch hier musste die Gemeinde warten. Mit dem Markt Buchbach hat die Gemeinde im Zuge des Konjunkturprogramms einen Förderantrag für die Sanierung der Staatsstraße zwischen den Orten gestellt.

Berücksichtigt worden ist allerdings nur der Abschnitt zwischen Buchbach und Ranoldsberg, Oberbergkirchen ging leer aus. Vorerst. Denn Bürgermeister Michael Hausperger blieb hartnäckig. Die Schlaglöcher hat er dokumentiert und den jetzigen Umweltminister Dr. Marcel Huber und Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer um Unterstützung gebeten.

"Die Straße war in einem verheerenden Zustand. Es musste einfach irgendwie vorwärts gehen", sagte Hausperger. Immerhin hänge die Entwicklung der Ortschaft mit dem Zustand der Straße zusammen. Denn mit der Nähe zum Flughafen bilde diese eine wichtige Achse. Es war immer das Geld, an dem die Sanierung gescheitert ist. In seinem Bürgermeisterkollegen Thomas Einwang aus Buchbach hatte er ebenfalls einen Unterstützer. Im Herbst vergangenen Jahres kam endlich die Zusage, dass die Straße saniert werden kann.

Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber sprach das Problem mit der Finanzierung an. Das Gros der bayerischen Straßen sei zwar gut ausgebaut, doch das Straßennetz zu erhalten sei schwierig. Aus diesem Grund hat die bayerische Staatsregierung die Gelder für den Straßenbau um 105 Millionen Euro aufgestockt. "Die Bürger erwarten, dass alles okay ist. Es geschieht auch einiges, aber es kann auch vorkommen, dass manche Straßen hinten runter fallen", sagte Huber. Die Sanierung sieht er als Förderung für den ländlichen Raum.

"Es hat sich gelohnt, hartnäckig zu sein", sagte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer. Denn mit dem politischen Druck sei diese Maßnahme vorangetrieben worden. Der Erfolg sei sicher eine Motivation für neue Projekte.

Eva Köhr, stellvertretende Landrätin, schloss sich dem an. Sie lobte die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Oberbergkirchen und Buchbach. "Der Sanierung der Staatsstraße und somit die Verbesserung der Infrastruktur ist eine Hilfe für den Landkreis", sagte sie.

Dass die Gemeinde Oberbergkirchen nicht gleich zu Beginn berücksichtigt worden ist, hat im Nachhinein auch sein Gutes. "Das Schicksal hat hier mitgespielt und so sind bei dem Bau Leerrohre für DSL-Kabel berücksichtigt worden", sagte Thomas Einwang, Bürgermeister aus Buchbach. Sanierte Staatsstraße und DSL-Anschluss - das bringe die Kommunen voran.

In knapp fünf Wochen waren die Arbeiten an der Staatsstraße 2086 zwischen Oberbergkirchen und Ranoldsberg abgeschlossen. Auf der rund 5,4 Kilometer langen Strecke wurde der Unterbau verstärkt und eine neue Deckschicht aufgetragen. Bürgermeister Michael Hausperger wird hier so schnell kein Schlagloch mehr finden. 580.000 Euro hat die Sanierung gekostet.

hi/Neumarkter Anzeiger

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