Steigende Tendezen bei der UWG

+
Erwin Baumgartner tritt die Nachfolge von Rudi Berghammer an. Was sich beim Bürgermeisteramt schon vor acht Jahren ereignet hat wiederholte sich nun in der Generalversammlung der UWG Neumarkt-St. Veit. Baumgartner (rechts) ist nun Zweiter Vorstand, Berghammer (links) steht dem Verein aber immer noch als Beisitzer weiterhin zur Verfügung.

Neumarkt-St. Veit - Von steigenden Tendenzen hörten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Neumarkt-St. Veit.

Von steigenden Tendenzen - sowohl bei der Mitgliederzahl, als auch bei den Ausgaben - hörten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Neumarkt-St. Veit. Steigen wird deshalb auch der Jahresbeitrag von fünf auf zehn Euro. Die Versammlung sprach sich einstimmig dafür aus.

50 Jahre UWG Neumarkt-St. Veit - dieses Jubiläum feierten die Neumarkter Unabhängigen im März dieses Jahres, was schließlich auch für das Minus in der Kasse verantwortlich war. Der Kassenstand habe sich im Berichtszeitraum von 3041 auf 1496 Euro vermindert, berichtete Kassiererin Elisabeth Weigand von einem Minus in Höhe von 1550 Euro. Um diese Verluste wieder zu kompensieren ließ deswegen Vorsitzender Dr. Klaus Windhager zum Ende der Versammlung über eine Beitragserhöhung von fünf auf zehn Euro abstimmen, gegen die niemand einen Einwand erhob. Bei derzeit 121 Mitgliedern macht dies knapp 600 Euro mehr auf dem UWG-Konto aus.

Firmenbesuche, das Starkbierfest und die Reaktivierung der Stammtische erwähnte Windhager bei seiner Vorschau auf das nächste Jahr. Als sehr fruchtbar hatte er die Frühjahrs- und Herbstklausuren bezeichnet, die in Zukunft offen sein sollen, auch um die Belange der Bürger zu hören. "Stuttgart 21", so Windhager, führe deutlich vor Augen, dass politische Entscheidungsprozesse so bürgernah wie möglich geschehen sollten. Zumal sich die UWG in seinen Klausuren Gedanken um eine Neugestaltung des Stadtplatzes gemacht habe.

Nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße vermindere sich auch das Verkehrsaufkommen, dies böte Chancen der Verschönerung des historischen Stadtplatzes. Bereits der Kreisel im Norden der Stadt müsse Schmuckstück werden, repräsentativ wirken. Windhager regte einen Mini-Stadtbus an, besonders an die älteren Personen dachte er. Ebenso kam er auch auch Barrierefreiheit auf dem Stadtplatz zu sprechen, "das Pflaster ist ziemlich schlecht". Eine entsprechende Anbindung wünschte er sich zum Bahnhof, darüber hinaus einen Info-Center auf dem Stadtplatz, der im Übrigen für Festlichkeiten optimiert werden sollte, indem man Leitungen installiert. Eine Verschönerung würde auch durch eine Beleuchtung der Stadttore oder durch Gitter an den Stadttoren erfolgen, fuhr Windhager fort. Unnötige Terrassen sollen verschwinden, darüber hinaus sei es eine Sperrzeitverkürzung eine Überlegung wert, um die Wohnqualität im Herzen von Neumarkt-St. Veit zu steigern. Dies alles gelte es auszudiskutieren, "schließlich muss das alles in einem finanziellen Rahmen bleiben".

Erwin Baumgartner nahm bei seinem Bericht aus dem Stadtrat Windhagers Ball auf, erwähnte jedoch, dass ein Umbau des Stadtplatzes auch viele Tücken habe, besonders was Stellplätze und Straßenausbaubeitragssätze betrifft. Schließlich wolle man auch die Geschäftsleute nicht schädigen. Man sei bereits in Kontakt mit Tüßling und Vilsbiburg, die Verschönerungsmaßnahmen bereits hinter sich hätten. "Wir müssen die Planung gemeinsam mit der Öffentlichkeit angehen." Ganz wichtig sei es, den Stadtplatz behindertengerecht zu gstalten.

Sanierungswünsche äußerte Baumgartner für den Parkplatz am Schwimmbad. In Sachen Breitband erklärte er, dass im Rahmen einer erneuten Befragung im Außenbereich 130 Antworten eingegangen seien. Doch sei der Bedarf so weit gestreut, dass es seitens der Telekom wohl kein Interesse am Ausbaus geben werde. "Da können wir Leerrohre verlegen wie wir wollen: Wenn die Telekom nicht will, dann ist das hinausgeworfenes Geld." Große Hoffnungen ruhten nun alternativ auf der neuen LTE-Funktechnik.

Aus dem Kreisrat berichtete schließlich Rudi Berghammer. Er kam dabei auch auf die Schulden des Landkreises zu sprechen, die nach aktuellen Berechnungen eigentlich eine Erhöhung der Kreisumlage um 2,7 Punkte von 55,4 auf 58,1 Prozentpunkte erforderlich machten. Die UWG jedoch will laut Berghammer lediglich eine Erhöhung um die Hälfte (1,35 Prozent). Tendenzen auch seitens der CSU, deuteten daraufhin, dass nicht die volle Erhöhung von 2,7 Punkten erfolgen werde.

Die Landkreisschulden (67 Millionen Euro) seien immer noch zum großen Teil Altlasten, die von Schulsanierungen rührten, hinzu kämen immer höhere Sozialaufgaben, die auf den Landkreis abgewälzt würden. Aktuell läge der Zuschussbedarf laut Berghammer bei 18,1 Millionen Euro.

je/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser