Standort für Funkmasten abgelehnt

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Oberbergkirchen - Einen Mobilfunkmasten möchte Vodafone am westlichen Ortsrand errichten. Der Gemeinderat jedoch lehnte diesen Standort ab und schlug stattdessen einen anderen vor.

Der Standort auf freiem Feld südlich der Staatsstraße 2086 beeinträchtigt laut Gemeinderat das Ortsbild und die weitere Entwicklung des Ortes. Deshalb lehnte er diesen Standort ab und schlug stattdessen vor, den Masten 50 Meter weiter nach Norden in den Wald zu verlegen.

Sieben Bauanträge lagen dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zur Stellungnahme vor. Gegen sechs davon hatte das Gremium nichts einzuwenden. Der Antrag auf Errichtung eines Mobilfunkmastens mit Technikcontainer für das Mobilfunknetz der Vodafone D2 GmbH auf der Flurnummer 1748, Gemarkung Oberbergkirchen (am Langholz) hingegen wurde ausführlich diskutiert und schließlich abgelehnt.

Die Diskussion dazu eröffnete Willi Haas mit der Feststellung, der Mast stehe zu nahe am Wohngebiet. "Ich finde das eine Frechheit." Bürgermeister Michael Hausperger bemerkte dazu: "Vodafone hat uns diesen Standort aufs Auge gedrückt."

Zweiter Bürgermeister Anton Weichselgartner erinnerte daran, dass der Gemeinderat schon in der letzten Sitzung diesen Standort abgelehnt habe. Von den drei vorgeschlagenen Standorten habe die Gemeinde den im Wald an der Straße nach Loipfing akzeptiert. Von dort gibt es jedoch nur eine Abdeckung von 60 Prozent des Ortes und der Gemeinde im Gegensatz zu 100 Prozent beim vorgeschlagenen Standort auf dem Asenhamer Feld, habe es vonseiten von Vodafone geheißen, wie im Sitzungsverlauf mitgeteilt wurde. Den dritten Standort weiter westlich und nördlich der St 2086 hätten die Bewohner von Asenham abgelehnt.

Siegfried Gossert sah in dem geplanten Standort auf dem freien Feld einen großen Nachteil für den Ort. Die weitere Entwicklung von Siedlungsgebieten würde nach Westen, Richtung Masten, gehen. Künftige Grundstücksinteressenten würden da nicht hingehen, zumal junge Bauwerber sehr sensibel für ihre Kinder seien, was die Nähe zu Strahlungsquellen betreffe.

Gossert führte auch das optische Empfinden als Argument gegen diesen Standort an. Anders als in Städten störe im ländlichen Bereich ein 50 Meter hoher Masten, wenn er auf freiem Feld stehe. Dort habe man ihn ständig im Blick. Im Wald hingegen rage er nicht so hoch heraus.

Er plädierte, wie vorher schon Josef Breiteneicher, dafür, den Standort um 50 Meter weiter nach Norden in den Wald zu verlegen. Breiteneicher wies allerdings darauf hin, dass auch das westliche Gemeindegebiet Anspruch auf Versorgung mit Mobilfunk habe. Erhard Schenk verwies auf die Nähe zur Schule, die 300 Meter entfernt liege.

Bürgermeister Michael Hausperger fasste die Diskussion dahingehend zusammen, den vorgeschlagenen Standort abzulehnen und stattdessen einen neuen, weiter nördlich im Wald gelegenen vorzuschlagen.

Der Bürgermeister wurde schließlich beauftragt, diesbezügliche Verhandlungen zu führen. Dies nahm der Gemeinderat einstimmig an.

gth/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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