Mehr Sicherheit für Radfahrer

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Neumarkt-St. Veit – Für 1,27 Millionen Euro entsteht zwischen Furth bei Neumarkt-St. Veit und Brodfurth bei Lohkirchen neuer Geh- und Radweg.

Mittendrin: Die Gemeinde Schönberg, die in planerischer Hinsicht federführend für dieses Projekt war. 27 Grundstückseigentümer galt es für diese Baumaßnahme entlang der Staatsstraße 2086 unter einen Hut zu bringen: 16 auf Neumarkter Gemeindegebiet, sechs im Bereich Schönbergs und fünf weitere im Lohkirchener Gebiet. Das haben die drei Bürgermeister Erwin Baumgartner (Neumarkt-St. Veit), Alfred Lantenhammer (Schönberg) und Konrad Sedlmeier (Lohkirchen) dann auch fertiggebracht und dabei eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie gut interkommunale Zusammenarbeit funktionieren kann. Von Beginn an hätten alle drei Kommunen effektiv zusammengewirkt, um eine Verbesserung der Verkehrssituation für Radlfahrer zu erwirken, wie Alfred Lantenhammer bei seiner Rede betonte. Schon lange gelte die stark befahrene Staatsstraße als gefährlich, es hätten sich schon schlimme Unfalle mit Radfahrern ereignet: „Dass es innerhalb von nur einem Kilometer vier Bushaltestellen gibt, spricht eine deutliche Sprache“, verdeutlichte Lantenhammer.

Im Zuge des daraufhin in Aussicht gestellten Radwegebaus sei man dennoch ein großes Risiko eingegangen, weil die Planungen bereits begonnen hatten, ohne dass es eine Zuschusszusage vorgelegen sei. „Ohne die Fördermittel wäre die Maßnahme gestorben gewesen“, war sich Lantenhammer sicher. Doch ob der Planer Robert Sagstätter vom Ingenieurbüro Behringer, die Verwaltungsgemeinschaft mit Georg Obermaier an der Spitze oder die Regierung von Oberbayern mit Thomas Achberger als Ansprechpartner: Sie alle hätten das Projekt bestens unterstützt, am 6. Mai seien diese Arbeit und die Mühen durch die Zusage des Innenministeriums honoriert worden, man habe dabei von der Mitelaufstockung von 18 auf 20 Millionen profitiert, erklärte Lantenhammer. Und auch die Bürgermeister Erwin Baumgartner und Konrad Sedlmeier stellten bei ihren kurzen Ansprachen vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen den drei Gemeinden heraus, ohne die das Projekt auf so kurze Zeit nie zu verwirklichen gewesen wäre. Rund 75 Prozent erhalten die drei Gemeinden an Fördermitteln für die 1,27 Millionen teure Maßnahme.

Den drei Gemeinden verbleiben dann auch vergleichsweise niedrige Investitionskosten: Neumarkt hat für die 2,1 Kilometer lange Strecke noch 193 000 Euro zu zahlen, Schönberg für den 1,4 Kilometer langen Weg durch Schönberger Gemeindegebiet 137 000 Euro, auf Lohkirchen entfallen Kosten in Höhe von 67 000 Euro für die restlichen 700 Meter. Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber freute sich, dass er nach dem Baubeginn am Kreisel bei Brotfurth innerhalb von nur zwei Wochen wieder einem Spatenstich im nördlichen Landkreis beiwohnen durfte.

Er betonte, dass heutzutage das Bewusstsein stärker werde, wieder vermehrt auf das Rad umzusteigen, um von A nach B zu kommen. Auch deswegen „und weil es auch den Betrieben gut tut“, habe der Landtag die Mittel zum Bau von Radwegen aufgestockt, begründete er. Mittel aus dem Konjunkturpaket dort einzusetzen, wo möglichst viele Leute etwas davon haben – das sei in diesem Falle geschehen, so Dr. Huber weiter. Er wünschte sich für die Zukunft ein Radwegenetz durch den gesamten Landkreis, zumal dies auch einen touristisch interessanten Aspekt aufwerfe, wenn dann auch noch, wie zwischen Furth und Brodfurth der Fall, ein Gasthaus zur Einkehr einlade. „Das nennt man auch Wirtschaftsförderung“, meinte dazu Lantenhammer schmunzelnd.

Mühldorfer Anzeiger/Josef Enzinger

Rubriklistenbild: © je

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