Sommerabend mit Hochgenuss

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Neumarkt-St. Veit - Wegen der unsicheren Wetterlage haben die Organisatoren am Sonntag die Sommerserenade vom Försterhof des Klosters in die Mehrzweckhalle verlegen müssen.

Sehr zum Leidwesen von Kulturreferent Walter Jani, der seine Ausführungen über die Klosterglocken zu gerne mit dem Läuten der Glocken untermalt hätte. Jani brachte in den kurzen Musikpausen dennoch alles Wissenswerte über die Geschichte der fünf St. Veiter Glocken seit 1709 in interessanter Weise zum Vortrag. Und ob die über 300 Gäste im Klosterhof überhaupt Platz gefunden hätten?

Das hochwertige musikalische Sommerereignis in der Rottstadt hat sich nämlich mittlerweile im weiten Umkreis herumgesprochen und die Besucherzahl wächst alljährlich gewaltig. Auch zum 300. Geburtstag der Stiftsglocken brachte Sepp Eibelsgruber mit seinem Bläserseptett Darbietungen auf höchstem musikalischen Niveau. Die Palette der Vorträge beinhaltete Volksmusik und Klassik, Sakrales, Charakterstücke und Dixieland.

Dabei meisterten die jungen Trompeter, Posaunisten, Hornisten oder der Bassist schwerste Harmoniestücke in scheinbarer Leichtigkeit und ließen auch weiche Harmonien in der Halle verklingen. "Da ist ein jeder ein Solomusiker", lobte Heinz Feichtner den Klangkörper in der Pause.

Eibelsgruber, der immer Neues mit seinen Musikern einstudiert, hatte diese auch als Vokalensemble ausgebildet, wobei der Stimmumfang der Musiker vom Heldentenor bis zum tiefen Kellerbass überraschte und ein bisschen an Comedian Harmonists erinnerte. Und immer wieder findet der "Musemoaster" Möglichkeiten, das Publikum, zu dem er engen Kontakt pflegt, in sein Programm einzubeziehen. Ohne das Können der anderen Solisten zu schmälern, muss doch der junge Martin Stadler erwähnt werden, der den Csardas von Vitorio Monti mit viel Gefühl und in einem rasanten Tempo am Bariton spielte, dass ein Zigeunergeiger nicht leicht hätte mithalten können.

Die notwendigen Pausen für die Bläser füllte wieder Stiftsorganist Manfred Hößl, der am elektrischen Piano die recht melodiösen Stücke Melodie in F von Arthur Rubinstein und Liebestraum von Franz Liszt vortrug.

nz/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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