Siedler sind sich doch noch einig

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Töging - Die beiden Töginger Siedlervereinigungen I und II sind nun doch zu einem Verein verschmolzen - am Samstagabend hat zuerst der Siedlerbund II mit 55 Ja- und zwei Nein-Stimmen der Fusion zugestimmt.

Die 64 stimmberechtigten Mitglieder des übernehmenden Vereins I haben dann einstimmig die Verschmelzung zur neuen "Siedlervereinigung Töging am Inn e.V." mit rund 1200 Mitgliedern beschlossen. Nachdem Ende 2010 nach rund zweijährigen Verhandlungen der erste Versuch der Verschmelzung daran gescheitert war, dass der Siedlerbund II bei der Jahreshauptversammlung die erforderliche Zahl an Stimmberechtigten nicht erreichte, lag zu Beginn der Versammlung Spannung in der Luft. Eine halbe Stunde vor Beginn der Fusionsversammlung kam der Siedlerbund II als geschlossene Gesellschaft zusammen. Dieses Mal war die Versammlung beschlussfähig, unabhängig von der Teilnehmerzahl, erklärte Notar Michael Habel. Ohne Diskussionen sei der Beschluss schon nach 15 Minuten gefällt gewesen.

"Schon vor zwei Jahren haben wir keinen Zweiten Vorsitzenden mehr gefunden", erklärte die scheidende Vorsitzende des Siedlerbunds II, Ingrid Hofbauer, "der Verein überaltert." Das soll sich jetzt ändern, genauso wie sich die Bedingungen in Töging geändert haben.

Zehn Jahre nach der Gründung des Siedlerbundes I 1938 hatte sich 1948 der Siedlerbund II gegründet, damals entsprechend der Teilung Tögings in Siedlung und Ortschaft. Hofbauer habe den Verein zu einer Zeit übernommen, als es nicht gut um ihn stand, hob der Landesvorsitzende des Eigenheimerverbandes Heinrich Rösl hervor, "und sie ist nicht seine Totengräberin, sondern die Frau, die die Weichen gestellt hat, dass es zu einem der größten Vereine des Dachverbandes kommt". Die mit über 1000 Mitgliedern könne er an einer Hand abzählen. Ein großer, gewaltiger Verein stehe jetzt Stadtrat und Verwaltung gegenüber, sagte Bürgermeister Horst Krebes, "und das ist gut so, jetzt müssen wir sinnvoll zusammenarbeiten."

Als neuer Vorstand stehen Erster Vorsitzender Hermann Huber, Zweiter Vorsitzender Franz Heidersberger, Kassier Max Wimmer und Schriftführer Gerd Pfrombeck der neuen "Siedlervereinigung Töging am Inn" vor (alle Siedlerbund I). Als Beisitzer wurden vom Siedlerbund I Johann Kagerer, Günter Snoppek, Uli Demberger, Alfred Fuhri, Franz Klingl, Werner Lehner, Manfred Mairock, Hans Schimpfhauser, Ralph Schlagmann, Heinrich Selmaier, Christian Snoppek, Markus Staller und Johann Steckermaier und vom Siedlerbund II Ingrid Hofbauer, Therese Egertz, Doreen Eichelberger und Josef Wieninger gewählt. Alle Wahlen wurden einstimmig getroffen. Als Revisoren fungieren Günter Klingl und Bastian Höcketstaller.

Vor der Fusion hielt der Siedlerbund I seine letzte eigene Jahreshauptversammlung ab. Vorsitzender Huber berichtete über die Tätigkeiten des abgelaufenen Vereinsjahres - von Stadt- und Mostfest über Obstpressen bis Kinderfasching. Im Mittelpunkt aber stehe der Bau des Gerätehauses, das heuer fertiggestellt werden soll. Außen sei der Bau weit fortgeschritten, jetzt stehe der Innenausbau an.

Ausgaben von 32166,22 Euro standen 2010 Einnahmen von 24054,75 Euro gegenüber. Abzüglich der Schulden beim Landesverband für gestundete Beiträge beläuft sich der Kassenstand zum 10. März auf 24851,89 Euro, teilte Kassier Max Wimmer mit.

In der Sterbekasse sind 24695,77 Euro bei derzeit 308 Mitgliedern, berichtete Franz Xaver Huber.

Im Rahmen der Versammlung der Siedlervereinigung Töging am Inn wurde Franz Xaver Huber für seine langjährige Tätigkeit als Kassier für die Sterbekasse geehrt. Er gab sein Amt ab. Geehrt wurden von Heinrich Rösl mit der Verdienstmedaille Stufe II des Eigenheimerverbandes auch Hermann Huber und Max Wimmer.

nl/ Mühldorfer Anzeiger

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