Neues Sportheim wird kleiner

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Fast zwei Jahre sind seit der ersten Vorstellunn der Planungen zum Sportheim-Neubau vergangen. TSV-Vorstand Harry Eberl (Mitte) gibt jetzt grünes Licht für die Umsetzung des Projekts, deren Kosten er noch nicht nennen will, doch seien die Ausgaben gedeckelt. Hinter dem Konzept stehe laut Eberl die gesamte Vorstandsebene (darunter auch Zweiter Vorsitzender Martin Petermeier, rechts) wie auch die einzelnen Abteilungsleitungen. Bürgermeister Erwin Baumgartner (links) begrüßte die Planungen und sagte vorbehaltlich der Entscheidung des Stadtrates bereits den üblichen Finanzzuschuss der Stadt in Höhe von 20 Prozent zu.

Neumarkt-St. Veit - Lange Zeit hat sich die Führungsebene des TSV Neumarkt-St. Veit mit den Plänen zum Bau eines neuen Sportheimes bedeckt gehalten, nachdem die Diskussionen anfangs ziemlich kontrovers waren.

Jetzt stellte die Vorstandschaft mit Harry Eberl und Martin Petermeier ein neues Konzept vor: Das Heim wird kleiner, ein Schallschutzgutachten sichert außerdem langfristig den Standort.

TSV-Vorsitzender Harry Eberl redet nicht lange um den heißen Brei herum: "Die Kostenschätzungen der ersten Pläne für das neue Sportheim hätten unsere Möglichkeit weit überstiegen." Man wollte aber das Projekt nicht blauäugig angehen und hat sich deswegen in den vergangenen Monaten Alternativen überlegt. Diese Alternative sieht nun so aus, dass die erste Planung von Manfred Preitenwieser, die die Stadt auch bereits genehmigt hatte, um 25 Prozent verkleinert wird. Das neue Vereinsheim würde neue Umkleiden inklusive neuer Duschen beinhalten und eine Gaststätte, die auch als Schulungsraum dienen soll.

Die einzelnen Abteilungsleiter hätten sich mitunter durchaus kritisch geäußert, verhehlt Eberl nicht, dennoch herrsche inzwischen Einigung zwischen den Abteilungsleitungen und den Vorstandsmitgliedern zum Bauvorhaben. "Alle ziehen an einem Strang", versichert Eberl. Eine Summe für den geplanten Bau an der Bubinger und Ampfinger Straße nannte Eberl nicht, um die Angebotseinholung nicht zu beeinflussen, jedoch sei eine Kostendeckelung vereinbart worden.

Die Bauweise - Fertighaus, Modularbauweise, Ziegelbau - ließ Eberl völlig offen. Er hat nur ein Ziel: "Im dritten Quartal dieses Jahres soll der Spatenstich erfolgen." Vor allem bei den Umkleidekabinen müsse schnell etwas passieren. Der Rohbau soll noch vor dem Winter stehen, der Ausbau während der Wintermonate erfolgen - wobei die Umkleiden erste Priorität genießen. Sie sollen bereits zur Fußball-Rückrunde 2012 fertig sein. 2013 dann soll das komplette Vereinsheim stehen.

Die Finanzierung teilt sich nach dem Konzept des TSV wie folgt auf: Der TSV Neumarkt-St. Veit kann mit einer Förderung der Stadt in Höhe von 20 Prozent rechnen, weitere 20 Prozent sind vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) zu erwarten, wobei Eberl hinterherschickt, dass hier durchaus Auszahlungswartezeiten von fünf bis sieben Jahren in Kauf genommen werden müssten. Weitere zehn Prozent Zuschuss könne der TSV vom BLSV erwarten, wenn der TSV entsprechende Eigenleistung in den Bau investiere. "Die restlichen 40 Prozent setzen sich aus Eigenkapital und Finanzierung sowie aus Sponsorengeldern, Spenden und Einnahmen durch besondere Aktionen zusammen", erklärt Eberl das Konzept, dem die Mitglieder des TSV noch in der Jahreshauptversammlung am 15. April zustimmen müssen.

Bevor die TSV-Führung diese Pläne an den Fußballplätzen an der Bubinger Straße überhaupt weiterverfolgt hatte, ließ sie Lärmschutzgutachten also schalltechnische Untersuchungen anfertigen, um Planungssicherheit für die nächsten Jahrzehnte zu erlangen. "Wir haben also Erweiterungsmöglichkeiten, die lärmschutztechnisch schon berücksichtigt sind", betont Zweiter Vorsitzender Martin Petermeier die Wichtigkeit dieses Gutachtens, "das nicht billig war, aber richtungsweisend". Die Entwicklung des Vereins sei also nicht eingeschränkt, dabei räumt Eberl mit dem Gerücht auf, dass das Areal, auf dem die Tennisplätze in Teising stehen, verkauft würden. "Das ist nicht angedacht. Im Gegenteil: Wir besitzen in Teising eine einmalige sehr idyllisch gelegene Anlage."

Bürgermeister Erwin Baumgartner gefällt das Umsetzungskonzept. Es sei richtig und vorausschauend gewesen, das Gelände der ehemaligen Wohnblöcke der Kreiswohnbau an der Ampfinger Straße zu erwerben. "Ziel war damals schon, vorausschauend eine Erweiterungsmöglichkeit für den Sportbereich beziehungsweise Neubau eines Fußballer-Sportheims zu finden."

Als teilweise hausgemacht beschreibt der Bürgermeister jedoch die Schwierigkeiten, die sich im Laufe der ersten Planungen zum Neubau ergeben hätten. "Ich verweise hier auf die Forderungsrufe nach einem Sportzentrum und die vielen ,guten Ratschläge' bei der Finanzierung."

Der TSV habe nun einen mutigen, aber sehr wichtigen Schritt gewagt. Das schalltechnische Gutachten habe dabei bestätigt, "was wir schon seit Anfang der Planungsphase prognostiziert haben: Es gibt keine Einschränkungen des Sportbetriebes und noch viel weniger wegen des Neubaus eines Fußballer-Sportheimes." Für ihn eine Bestätigung dafür, dass der Grunderwerb an dieser Stelle auch die richtige Standortentscheidung gewesen sei.

je/Mühldorfer Anzeiger

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