Rücklagen sinken

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Neumarkt-St. Veit - Das Haushaltsvolumen steigt, die Rücklagen sinken: Den Mitgliedern der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt-St. Veit wurde auf der jüngsten Sitzung im Schloss Adlstein unter anderem der Abschluss der Jahresrechnung 2009 vorgelegt.

Einstimmigkeit herrschte bei allen Punkten, die auf der Tagesordnung der Gemeinschaftsversammlung standen.

So weist die Jahresrechnung 2009 der Verwaltungsgemeinschaft im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 913199 Euro, im Vermögenshaushalt 44731 Euro aus.

Die Einnahmen des Verwaltungshaushaltes lagen ohne die Zuführung aus dem Vermögenshaushalt lediglich um 5000 Euro über dem Ansatz des Haushaltsplans. Auch bei den Verwaltungs- und Betriebskosten entspricht das Ergebnis fast den Ansätzen. Die geplante Zuführung vom Vermögens-zum Verwaltungshaushalt fiel damit um 10750 Euro niedriger aus als geplant. Der Rücklagenstand am Jahres-ende 2009 belief sich auf 218579 Euro. Die Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt hat keine Schulden. Die Gemeinschaftsversammlung nahm von der Jahresrechnung 2009 ohne Gegenstimme Kenntnis.

Ebenfalls zugestimmt wurde der Haushaltssatzung und dem Haushaltsplan für 2010. Der Haushaltsplan wird im Verwaltungshaushalt auf Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 967550 Euro und im Vermögenshaushalt auf Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 80000 Euro festgesetzt. Keine Einwände gab es beim Beschlussvorschlag über den Finanzplan und Investitionsprogramm der Jahre 2009 bis 2013.

Stadtkämmerer Lothar Witte erläuterte den Haushaltsplan für das Jahr 2010 und wies auf die Erhöhung des Volumens gegenüber dem Vorjahr von 998650 Euro auf 1047550 Euro hin. Die Einnahmen der Verwaltungs- und Betriebskosten wurden auf 70700 Euro sowie die Zuweisungen auf 122000 Euro festgesetzt.

Aufgrund des hohen Rücklagenstandes könne laut Witte eine Zuführung an den Verwaltungshaushalt zur Finanzierung der laufenden Ausgaben herangezogen werden. Der restliche Finanzierungsbedarf sei über die Umlage der Mitgliedsgemeinden Neumarkt und Egglkofen zu decken.

Zum 30. Juni 2008 waren dort insgesamt 7288 Personen (Vorjahr 7355) mit Hauptwohnsitz gemeldet. Das Umlagesoll beträgt 742200 Euro und ist damit um 57650 Euro höher als im Vorjahr. Die Umlage pro Einwohner beträgt 101,89 Euro. Der Anteil der Stadt Neumarkt beträgt 83,4 Prozent, der Anteil für die Gemeinde Egglkofen 16,6 Prozent.

Im Verwaltungshaushalt (967550 Euro) machen die Personalausgaben mit 707800 Euro den größten Teil aus, für Verwaltungskosten sowie Betriebsaufwand wurden 257950 Euro angesetzt.

Im Vermögenshaushalt sind 50000 Euro für den Erwerb von beweglichem Vermögen veranschlagt. Die Mittel werden vor allem für den Kauf einer Telefonanlage, den Erwerb neuer Hardware und die Umstellung des Datenbanksystems beansprucht. Zusätzlich ist der Erwerb einer Büroeinrichtung für das Bürgerbüro eingeplant.

Der Rücklagenstand beträgt zu Beginn des Haushaltsjahres 218579 Euro. Zum Jahresende wird die Rücklage voraussichtlich auf 140000 Euro sinken.

Ohne Gegenstimme beschloss das Gremium auch die Jahresrechnung 2007. Diese weist im Verwaltungshaushalt 897650 Euro, im Vermögenshaushalt 54887 Euro aus. Bei den Verwaltungs- und Betriebskosten wurden 6125 Euro mehr ausgegeben als veranschlagt.

Die Jahresrechnung 2007 ergibt einen Überschuss im Verwaltungshaushalt von 53757,65 Euro. Im Vermögenshaushalt wurden unter anderem für die Erneuerung der EDV einschließlich neuer Software 43678 Euro ausgegeben. Anstelle der geplanten Rücklagenentnahme in Höhe von 48500 Euro konnten der Rücklage 11209 Euro zugeführt werden. Der Rücklagenstand erhöhte sich damit von 197135 Euro auf 208345 Euro.

Die Verwaltungsgemeinschaft erhebt von ihren Mitgliedsgemeinden Umlagen zur Deckung ihres Bedarfs und hat somit keine Schulden. Die Jahresrechnung wurde im März 2009 geprüft, Beanstandungen gab es keine.

hus/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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