Ritter, Gaukler und Spielleute

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Neumarkt-St. Veit - Wer am Sonntag den Schlossgarten zu Adlstein betrat wurde umgehend um einige Jahrhunderte zurückversetzt. Ritter, Schalmeienklänge und Reigentänze gab es zu sehen.

Wer am Sonntag den Schlossgarten zu Adlstein betrat wurde umgehend um einige Jahrhunderte zurückversetzt: Regungslose Ritter in glänzenden Rüstungen schon am Portal, Schalmeienklänge in der Luft und die Schlossgartenkinder, die ihren Reigen aufführten.

Das Schlossgartenfest der Kulturinitiative zog auch heuer wieder Hunderte Besucher in seinen Bann. „Wir bleiben klein, aber fein“, zeigte sich dann auch Q.E.D.-Vorsitzender Christian Engelbrecht schon am frühen Abend zufrieden über die große Resonanz, die dieses Fest mittlerweile genießt. „Wir haben sogar schon Anfragen der Münchner Barbaren, die sonst fester Bestandteil der Kaltenberger Ritterspiele sind“, verrät der Q.E.D.-Chef nicht ohne Stolz.

Schlossgartenfest in Neumarkt

In der Tat war die Illusion, die den Besucher in das Mittelalter zurückversetzte, auch in diesem Jahr wieder perfekt: Mit ihren polierten Ritterrüstungen sorgtie die Pienzenauer Schlosswacht für größte Beachtung zumal sie auch authentisch das Lagerleben anno dazumal präsentieren, Schwertkämpfe aufführten und auch viel Geschichtliches und Interessanter zur Waffenkunde erläuterten. Ebenso wie die Bogenschützen Raetien, die gerne Hilfestellung gaben, um das runde Ziel zu treffen.

Die Spielleute "Amrun" sorgten mit Schalmeienklängen und Gesang für die akustische Zeitreise in die Vergangenheit, während am anderen Teil des Schlossgartens ein Folterknecht am Pranger - freilich nur zur Show - die Peitsche knallen ließ.

"Holzschuhtanz" oder "Fächertanz" hießen die Darbietungen der 16 Schlossreigenkinder, die von Nadine Wimmer einstudiert worden waren und auf der Freilichtbühne laut beklatscht wurden. Danach gehörte die Bühne der Spielgruppe "Des Teufels Lockvögel", die mit Laute, Schalmei und Flöte, Schellen und Trommeln den Zuhörern teils mit sehr heiteren Liedern und Gesängen einheizten.

Allerdings nur bis 21.30 Uhr. Dann nämlich öffnete der Himmel doch noch seine Schleusen, die Besucher flüchteten in die Versorgungszelte und Lauben, wo sie bei Wein und Bier trotz Regens aber noch lange ausharrten in einer ansonsten sehr lauen Sommernacht.

je/Neumarkter Anzeiger

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